Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
465
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Unter diesen Gesprächen war der König nach demSchlosse zurückgekommen, und auf der obersten Terrasse vordemselben stehend, trat der Hofmarschall von Maltzahn zuIhm, mit der Frage:Ob das koupev angerichtet werdensollte?" Der König, pünktlich in allen Dingen und einFreund geregelter Ordnung, sah nach der Uhr und sagte:In zehn Minuten." Indem ich mich empfehlen und nachHause zurückgehen wollte, trat der König näher heran, mitder frenndlichen Aeußerung:Danke Ihnen, haben mir einenfrohen Abend gemacht. Können zum Nachtessen hier bleiben!"Ich entschuldigte mich, da ich im gewöhnlichen Obcrrocke war,mit der dazu nicht passenden Kleidung.Weiß wohl," sagteEr lächelnd,daß Sic einen Talar und schwarzen Lcibrockhaben: in beiden sind Sie doch immer derselbe. Will nurSie haben, nicht Ihren Rock: treten Sie herein!"

Es wurde gespeist in demselben schönen Zimmer mitder hohen Kuppel, wo Friedrich der Große am Liebsten zuspeisen pflegte, und wo die eben erwähnte Scenc mit Ziethensich zugetragen hatte. Ich mußte, Seinem Winke gehorsam,neben dem Könige meinen Platz nehmen, und außer demHofmarschall von Maltzahn war Niemand weiter gegenwär-tig, als der damalige Oberst, nachheriger Kriegsminister,von Witzlebcn, der Geheime Cabinctsrath Albrecht, und einAdjutant. Der König war ungemein heiter und, wie imkleinen Kreise gewöhnlich, gesprächig. Denn bald sagte Er,wie man sich gesetzt hatte:Der Bischof hat mir so eben eineschöne Anekdote aus dem Leben Friedrich's und Zielhcn's er-zählt: theilen Sie dieselbe doch auch den Herren mit!"Da-mit," antwortete ich,Ew. Majestät sie nicht zweimal zuhören brauchen, werde ich sie den Herren später besonders

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