mung bliebe: er dürfe sich darin nicht unterbrechen und stö-ren lassen."
„Als er das nächste Mal wieder in Sans-souci zurKöniglichen Tafel erschien, und die Unterredung bald, wiegewöhnlich, einen geistreichen, heiteren Gang genommen hatte,richtete der König scherzend die Rede an seinen nächsten Nach-bar mit den Worten: „Nun Ziethen, wie ist Ihm das Abend-mahl am Charfreitage bekommen? hat Er den wahren Leibund das wahre Blut Christi auch ordentlich verdauet?" Einlautes, höhnendes Gelächter schallte durch den Saal der fröh-lichen Gäste. Der alte Ziethen schüttelte unwillig sein grauesHaupt, stand auf, und nachdem er tief vor seinem Königesich gebeugt, richtete er in lauter, fester Stimme folgendeWorte an ihn:
„Ew. Königliche Majestät wissen, daß ich im Kriegekeine Gefahr gefürchtet und überall, wo es darauf ankam,entschlossen mein Leben für Sie und das Vaterland gewagthabe. Diese Gesinnung beseelt mich auch heute noch, undwenn es nützt und Sie befehlen, so lege ich mein grauesHaupt gehorsam zu Ihren Füßen. Aber es gicbt Einenüber uns, der ist mehr, wie Sic und ich, mehr als alle Men-schen, das ist der Heiland und Erlöser der Welt, der sürSic gestorben und uns Alle mit seinem Blute theuer erkaufthat. Diesen Heiligen lasse ich nicht antasten und verhöhnen,denn auf ihm beruht mein Glaube, mein Trost und meineHoffnung im Leben und im Tode. In der Kraft diesesGlaubens hat Ihre brave Armee muthig gekämpft und ge-siegt; unterminircn Ew. Majestät diesen Glauben, dann un-tcrminiren Sie zugleich damit die Staatswohlfahrt. Dasist gewißlich wahr. Halten zu Gnaden!"