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1 (1842)
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genommen. Was er aber, namentlich hier auf seinen einsa-men Gangen, Großes, Erhabenes und Göttliches gedacht undgesuhlt, ist nicht zu ihrer Kenntniß gekommen. Das ist jaeben das Wesen und die reine echte Natur wahrer, unge-schminkter Frömmigkeit, daß sie tief verborgen im Innerstenliegt und alle Redensarten ihr zuwider sind."

Uebcr diese tiefliegende Pietät Friedrichs weiß ich eineschöne Anekdote. Erlauben Ew. Majestät, daß ich sie erzäh-len darf!"Anekdoten über ihn," fiel der König ein,giebt'snur zu viele. Ich liebe sie nicht; es wird abgenommenund zugesetzt, nach der Phantasie der Erzähler. Enthältdie Ihrige geschichtliche Wahrheit, so theilen Sie dieselbemir mit."

Ich habe sie aus dem Munde des vor einigen Jahrengestorbenen Königlichen Laquaien Heise, welchen der Königgern hatte, der sein Leib-Kammerdiener war, und bis an seinEnde bei ihm geblieben ist. Er, ein gebildeter und wahr-hafter Mann, erzählte mir als Augen - und Ohrenzeugc Fol-gendes:"

Friedrich sah nach glücklich beendigtem siebenjährigenKriege unter seinen Tischgenofscn vorzüglich gern den altenGeneral von Ziethen, und mußte derselbe, wenn gerade keinesürstlichen Personen gegenwärtig waren, immer zunächst beiihm an seiner Seite sitzen. Einstmals hatte er ihn auch zumMittagessen am Charsreitage einladen lassen; Ziethen aber ent-schuldigte sich, daß er nicht erscheinen könne und werde, weiler an diesem hohen Festtage immer zum heiligen Abendmahlzu gehen pflege und dann gern in seiner andächtigen Stim-