Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
454
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ließ er sich nicht, dagegen schützte ihn seine kräftige, eminenteNatur. Aber man machte ihn damit mißtrauisch, und dicßMißtrauen, genährt durch die Ränke, Jntrigucn und Caba-lcn, von denen er am Hofe seines jähzornigen Vaters ihn,sich selbst, seine Mutter, Geschwister und Umgebungen umspönnen sah, wurde nun permanent und ein hervorstehenderZug seines festen Charakters. Von solcher trüben Seitehatte er die höheren und höchsten Stände ganz in der Näheund täglicher Anschauung kennen gelernt, und daher sein oftan Härte grenzender Widerwille gegen sie, in welchem er indie bittersten Sarkasmcn sich ergoß. Gewiß nicht ausNeigung, sondern aus Princip, war er strenge, ofthart, weil er der Meinung war, daß Furcht in den meistenFällen, namentlich in den höheren Klassen, mehr ausrichte,als Liebe. Diese, und besonders die Beamten, hielt er darumin steter Spaninnig und Furcht; er sah sie mit mißtrauischenAugen an, und züchtigte jede begangene Ungerechtigkeit uner-bittlich. Dagegen war er mit zuvorkommendem Vertrauendem gemeinen Manne, dem Bürger und den Landleuten, vorAllen seinen braven Soldaten, zugcthan, und die treue Anhänglichkeit seines Volkes- war sein größter Schatz. Mit ei-nem Worte: an diesem Herrn war Alles großartig, AllesAusfluß seiner festen Grundsätze."

Der König, in einer sanften Aufregung, sprach lebhastund rasch, und wie immer, wenn Er erst im Zuge war, anhaltend, lange; das Abgebrochene in Seiner sonst gewöhn-lichen Redeweise hörte dann auf, und wenngleich schmucklosbleibend, wurde Er doch beredt. Aber nun hörte Er auf,lehnte sich an eine Buche, sah sinnend vor sich hin, undsprach leise:Ja ein wahrhast großer Mann! Eben auf