Seine ruhigsten, glücklichstm Stunden Hut der Könighier verlebt. Wenn Er allein sein wollte, so weit ein Kö-nig es sein kann: wenn Er für ernste, wichtige Gegenständedie ungestörte Ruhe des ernsten Nachdenkens und Durch-dcnkens bedurfte, — in Paretz suchte und fand Er sie. Vondem stillen, friedlichen Dörfchen Paretz sind viele wichtigenund einflußreichen Landesherrlichen Verfügungen ausgegangen,erlassen und datirt. Hier wurde die schwere Bürde SeinerKöniglichen Krone leichter, und der Zwang Seiner vielfachenVerhältnisse weniger fühlbar. Hier war Er geschützt vorlästigem Anlauf, und heiterer und leichter gingen die Tageund Wochen, die Er hier in jedem Sommer verlebte, anIhm vorüber? hier senkten sich tiefer und fester in SeineBrust die Lebens-Ansichten und Grundsätze, die den inncrnFrieden bewahren.
Die Einwohner des stillen, friedlichen Dorfes wurdendes Segens Seiner Gegenwart froh und wenn ein Fami-lienvater bei betroffenem Unglück der Hülfe bedurste, schnellund reichlich wurde sie ihm von der immer offenen König-lichen Hand gewährt. Am Abend pflegte der König ausund ab zu gehen im Dorfe und an den still ländlichen Sce-ncn der beim Sonnen-Untergange heimkehrenden Hccrdenhatte Sein patriarchalischer Sinn inniges reines Vergnü-gen. Mit fröhlicher Gutmüthigkeit näherten sich dann Ihmdie spielenden Kinder, denen es eine freundlich gestattete Ge-wohnheit geworden war, bei der Anwesenheit des Königsjeden Mittag vor dem Garten- und Speisesaal sich zu ver-
gcrn diesen stillen Park zu ihrem freien, frohen Ausenthalt.Hier wird dem Herzen wohl und hier athmet es leichter.