Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
446
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Diese Vergnügungsorte wurden von anständigensten zahlreich besucht, und wohl verlebte man hier heitereSommcrabende. Ost schickte der König die Garde-HandHoisten hin, um das Vergnügen zu erhöhen, und man sahes Ihm an, daß der Naturgcnuß seiner lieben Potsdamschcn Bürger Ihm Freude machte, wenn Er, sreundlich grüßend, und mit Diesem und Jenem sprechend, durch- und vor-überging. Waren die hohe, herrliche Königinn und die lieb-lichen Königlichen Kinder dabei gegenwärtig, so entzückteIhre Anmuth, lind Jeder kehrte befriedigt am späten Abendnach der nahe gelegenen Stadt zurück.

Vor allen Königlichen Landhäusern und Gärten liebteaber der König Paretz und die Pfaucninsel am Meisten, undin dieser Vorliebe spiegelt sich charakteristisch wieder Seinecigenthümliche Gcmüthsstimmung ab. Etwas Ausgezeichnetcs und Vorzügliches hat das ^ Meilen von Potsdam anden Wiesen der Havel gelegene Dorf Paretz gar nicht, viel-mehr gicbt es schönere Dörfer im fruchtbaren Havellande.Aber die Gegend ringsum hat einen milden,' ländlichen, idyl-lischen Charakter, und macht auf den, der Ruhe, Stille und

liebte der König nicht und im Marmorpalais hat Er nieeine Nacht zugebracht. Bei Anwesenheit des Kaisers vonRußland ließ Er aber den schönen Orangcriesaal für Diner'sund Conccrte öffnen: und da das Publicum den neuen Gar-ten, besonders zur Zeit der Fliederblüthc, liebt und gern be-sucht, so gestattete Er einem pcnsionirten Laquai, in einembequemen, am See romantisch gelegenen Hause Kaffee undBier zu schenken, wie dem Ockonomcn auf der Meierei,Milch zu reichen.