Ties gedcmüthigct von der heimsuchenden Hund Got-tes, erhebt Er sich zu der Kraft und Höhe wahrer unge-schminkter Demuth, die Alles der freien Gnade Gottes verdankt, und Alles nur allein durch sie und in ihr ist, seinund leisten will. Ihrer würdig zu bleiben, ist die KraftSeines Wirkens und der erste und letzte Wunsch Seinesaufrichtig frommen Herzens. Ein christlicher König zu sein,und bis an's Ende zu bleiben, war das höchste Ziel SeinesStrebens, — und Er hat es errungen.
„Wen Gott zu großen Dingen auserschen, den führeter zuvor durch Kreuz und Leid;" so sehen wir aus densel-ben Friedrich Wilhelm III. hervorgehen, angethan mit einerinnern Kraft und Stärke, mit einer Milde und Liebe, wieEr sie nur allein auf diesem Wege, in solcher LebenSschule,erlangen konnte. Was Er geworden, ist Er durch die ac-tive und passive Krast einer acht christlichen Resignation ge-worden; ihre göttliche Natur ist in Seinem Charakter reinund vollständig ausgeprägt, so, wie es in unserer Zeit un-ter regierenden Herren weiterhin kein dem ähnliches Bei-spiel giebt.
Diese Resignation, in der man eine Reihe von Jahrenden Ausdruck der Anstrengung und oft der Wehmuth wahrnahm, wurde eine siegende freie, in sich abgeschlossene, ruhige,fertige, nachdem Er Sein Testament gemacht und deponirt hatte. Mit demselben betrat Er einen höheren gewcihten Standpunkt, von dessen Höhe herab Er nun die Weltund Seine Stellung in ihr in einem anderen Lichte erblickte.Sein ganzes Leben, wie als wenn es schon geschlossen wäre,saßt Er in eine Hauptsumme zusammen und giebt ihm die