Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
144
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auf dem Herzen, um dercnwillcn ich herkomme, und bedarfIhres Rathes und Ihrer Hülfe. Schon seit Jahren beschäf-tigt mich der Gedanke und Wunsch, daß der König dieGnade haben, und wie den anderen Universitäten, namentlichzu Berlin und Bonn, so auch der unsrigen zu Halle ein ei-genes Universitäts - Gebäude schenken und die dazu nöthigeSumme bewilligen möchte. Sie kennen unsere alte, denEinsturz drohende, sogenannte Wage am Rathhause; Sie wis-sen, wie unbequem, lästig, zeitraubend und störend es ist, daßdie zum Theil düstern, oft zu kleinen Hörsäle der dockendenProfessoren in der ganzen Stadt zerstreut umherliegen. Hät-ten wir doch auch in Halle ein gemeinschaftliches, neben un-serer Bibliothek liegendes, schönes, angemessenes Univcrsitäts-Gebäude! Mein ganzes Sinnen und Trachten ist seit Jah-ren schon auf diesen Wunsch gerichtet, dessen Erfüllung einewahre Wohlthat für unsere nlnrn mutcw und die ganze Stadtsein würde."

„Schon Einmal habe ich bei unserem gnädigen Herrnangetippt; Er hat aber nicht darauf geachtet. Jetzt ist abereine schickliche, nahe' liegende gute Veranlassung da, diese mirso wichtige Sache auss Neue in Anregung zu bringen. Amnächsten 18. April erlebe ich, so Gott will, mein nlljährigesakademisches Dienstjubiläum. Ich für meine Person begehreund wünsche keine Auszeichnung; ich habe genug, mehr alsich verdient, und stehe am Ende meiner Laufbahn. Aber un-aussprechlich glücklich würde es mich machen, wenn der Kö-nig die große Gnade haben und mein Amts-Jubelfest dadurchverherrlichen wollte, daß er der Universität ein solches Ge-bäude in seinpitei'nlun ineinorinin schenkte. Wie sangenwir das an? Sie haben ja auch Halle lieb und reden im-