Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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vembcr, der Kaiser Alexander und König Friedrich Wilhelmsich über diesem Sarge die Hände reichten und miteinanderverbanden, und wie nach allen dazwischen liegenden, vieljäh-rigen, schweren Drangsalen Gott nun Alles so herrlich hin-ausgeführt habe.

Der Kaiserin» war diese Geburtstagsfeier ihres Sohnesso lieb und unvergeßlich geworden, daß sie auch in ihrenBriefen noch immer wieder dem Könige dankte. Dieser ließdarum von einem geschickten Künstler das Innere der Hoskirchezu Potsdam mit der ganzen Feier-Scene als Gemälde dar-stellen, und das der Kaiserinn geschenkte, wohlgclungcne Bildwar ihr so werth, daß sie es in ihrem Wohnzimmer aufstellteund es jedesmal, wenn sie ihren Sommer- und Winter-Aufenthalt wechselte, mitnahm.

Noch heute trägt unsere Kirche den damals empfange-nen Schmuck, und wird ihn noch lange tragen, wenngleichdie inzwischen neu entstandene Generation den Ursprung unddie Bedeutung nicht kennt. Die Hauptpersonen in der Feier,die Kaiserinn, der Kaiser, und der König, sind inzwischen ein-gegangen in ihre ewige Ruhe. So schwindet mit demStrome der Zeit alle, auch die größte, irdische Macht undHerrlichkeit, als ein nichtiger Schatten, dahin. Was aberdarin in sich reinmenschlich, edel und göttlich war, das bleibtund bewahrt ein Andenken, das auch noch die späteste Nachweltsegnet. Mutterliebe und Freundschaft feierten auf Thronenein Fest mit zartem frommen Sinne, wie es auch in denglücklichsten Privatfamilicn nicht gemüthlicher begangen wer-den kann.