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das Herz der hohen Frau erquicken und namentlich ihrerMutterliebe wohl thun.
Glücklicher Weise traf es sich damit so, daß die Kaise-rinn Mutter, nach ihrem angekündigten Besuche, den 23.Deccmber in Potsdam eintreffen und den 24. daselbst bleibenwürde. Dieser 24. Dccembcr war aber der heilige Abendvor dem Christfeste und gerade zugleich der Geburtstag desKaisers Alexander. Dieß glückliche Zusammentreffen zufälligeintretender Umstände bestimmte den König, den Geburtstagdes Kaisers, Seines Freundes, Verwandten und Bundesge-nossen, kirchlich religiös zu feiern und damit die KaiserinnMutter auf eine ihrem sanften, frommen Herzen wohlthucndeWeise zu überraschen.
Der König machte mich mit Seiner Absicht bekanntund befahl mir, an dem bezeichneten Tage, Morgens 9 Uhr,in der Hofkirche einen Gottesdienst anzuordnen, eine kurzeAltarrede zur Geburtsfeier des Kaisers zu halten, sämmtlicheGeistliche der Stadt zu dieser Feier einzuladen und mit die-sen die Kaiserinn an der Kirchthüre zu empfangen. DerKönig ließ aber noch in den vorher gehenden Tagen, zurErhöhung der Feier, die Kirche mit schönen, biblischen Ge-mälden und die Brüstungen sämmtlicher Chöre mit scharlach-rothen, drappirten Behängen schmücken und war bei der An-ordnung selbst gegenwärtig.
Der Tag erschien. Als am Morgen desselben der Königmit Seinen Kindern der am Abend vorher glücklich ange-kommenen Kaiserinn zum Geburtstage des Kaisers Seinefrohen Glückwünsche brachte, meinte Er, es würde ihrem