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großen, sieggekrönten Zeit, hatte die verwittwcte Kaiserinnvon Rußland, Maria Fcodorowna *), noch einmal in ihrembereits vorgerückten Alter eine Reise in ihre Heimath gemacht
") Maria Fcodorowna, geborene Prinzcssinn von Wiirtemberg, Kai-scrinn von Rußland. Diese erlauchte Frau ist in mehr als einerHinsicht in die Geschichte der letzten Zeit verflochten. Sic wardie Gemahlin» des Kaisers Paul und die Mutter von Alexander,Konstantin, Nicolaus, des jetzt regierenden Kaisers, und Mi-chael; ferner von Maria, der jetzigen Großhcrzoginn von Sach-sen-Weimar; von Helena, der verstorbenen Großherzoginn vonOldenburg; von Katharina, der verstorbenen Königinn von Wiir-temberg; von Anna, der Königinn der Niederlande. MariaFcodorowna war eine Frau von hoher geistiger Bildung; zwi-schen Studien, Lcctürc, häuslicher Arbeit und philantropischcnBestrebungen war ihre Zeit gcthcilt. Nach dem Tode ihresGemahls l8t>> behielt sie einen großen Einfluß auf ihren Sohn,den Kaiser Alexander, welcher ohne ihren Rath nie etwas Wich-tiges unternahm. Aus Bigucra's Mittheilungen erfährt man,wie fein sie sich benahm, als Buonapartc um die Hand ihrerTochter Anna warb, eine Verbindung, die Kaiser Alexander be-günstigt zu haben scheint. Maria Fcodorowna hat ein ruhm-würdigcs Andenken hinterlassen durch ihre vielen Stiftungenund Einrichtungen für die Cultur Rußlands und für das Wohlihrer Unterthancn. So hat sie z. B. eine Anstalt zur Aufnahmearmer adeliger Fräuleins, armer Ofsicier- und Beamten-Töch-ter; ferner eine der Lliaritü maturiiolle in Paris analoge Stif-tung; eine Schule für Taubstumme; ein Hospital für armeKranke; eine Schule für Soldatcnkinder; eine Handelsschule zuMoskau; eine Erziehungs-Anstalt zu Odessa; eine Unterstützungs-Anstalt für Fremde in Taganrog, und viele andere, ähnliche In-stitute als bleibende Denkmäler ihrer edlen, humanen Gesinnunggegründet. Maria Fcodorowna war geboren I7KV und starb1828. clr, die Schrift
Margariten;
Frauen-Charaktere aus älterer und neuerer Zeit, von Ernst vonMünch, 2 Thle. Kannstadt. Vcreinsbuchhandlung 1840. 2tcr Th.4 — und Blätter für litterarische Unterhaltung, 1841. Nro. 33.