Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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lieber Köckeritz, haben wir bei Ihnen dejcunirt; bei mir müs-sen Sie, mit Ihren Gästen, diniren. Da wir es aber unsbei Ihnen haben wohl sein lassen, wollen wir später zuTische gehen und vorher ins Freie fahren." Er setzte sichdann mit ihm allein in Seinen Wagen, war, wie immer,wieder ernst heiter und ließ sich von ihm seine Lebensge-schichte erzählen, in welcher er auch seiner vielen Heimgegan-genen Freunde und der wenigen übriggebliebenen, noch leben-den gedachte.

Nach einigen Stunden im neuen Garten mit dem Ge-folge angekommen, führte der König den General von Köcke-ritz in den prachtvollen Orangcriesaal, und wer beschreibt dieUebcrraschung und Rührung des alten redliche!? Mannesund sein Erstaunen über das zarte Mitgefühl des Königs,als er beim Hercintreten in den Saal die vorhin gedachten,an entfernten, verschiedenen Orten wohnenden, ihm alleinnoch übriggebliebenen drei Jugendfreunde erblickte, die mitausgestreckten Armen da standen und nun tief und freudigbewegt sich wechselseitig ans Herz sanken! Es bildete sicheine hochherzige Scene, der Ehrfurcht auf der einen, derDankbarkeit und Liebe auf der anderen Seite; die überströ-menden Gefühle flössen so innig und rein zusammen, undstellten ein so edles, rein menschliches Lebensbild dar, daßkein Auge trocken blieb. Des Königs milder Blick ruhetcsegnend darauf und sanfte Freude, daß Alles Ihm in SeinerAbsicht so wohl gelungen, erquickte Ihn. Dann aber ließEr vom Hautboistenchor den alten Kriegern noch aus derZeit des siebenjährigen Krieges so lieben, muntern DessaucrMarsch blasen, und die Tafel, an welcher Köckeritz und seineFreunde neben Ihm saßen, weckte die heitere, gcmüthlichc