Köckeritz dachte mit Angst und Schrecken daran, wie daswerden und sich machen würde. Als er Einigcmale tief auf-seufzte, sagte der König scherzend zu ihm: „Ihnen geschiehtganz recht. Wie viel angenehmer würde es nun sein, wennuns an Ihrem Hause eine hübsche Frau und Kinder em-pfingen. Nun, wir wollen sehen, wie wir mit dem armenHagestolz fertig werden und es gnädig machen."
In der Nähe des Hauses begrüßten Pauken und Trom-peten den angekommenen Königlichen Zug und eine großeMenge Hoflaquaicn, in ihrer Galauniform, wurde sichtbar.Die Treppen am und im Hause waren mit Blumen deco-rirt, der Saal und alle Nebenzimmer köstlich geschmückt, dieTische elegant gedeckt mit kostbarem Porccllan, wcrthvollemSilbergeschirr, Flaschen und dampfenden Schüsseln besetzt.
Als der König in den Saal trat, wandte Er sich zuSeinem Gefolge um und sprach mit der Ihm cigcnthüm-lichen heiteren, unaussprechlichen Gutmüthigkeit: „Nun sehteinmal den Köckeritz an; hat gesagt, wäre nicht eingerichtet,und Alles bei ihm ist charmant!" Dann nahm Er den altenredlichen Freund bei der Hand, setzte ihn neben sich, Alle, so-viel ihrer waren, nahmen Platz, und Rührung, Dank undFreude erfüllte alle Herzen. Der König war fröhlich, brachteeinen Trinkspruch nach dem andern, und Jubel erfüllte dasganze Haus.
Nach aufgehobener Tafel *) sagte der König: „Nun,
') Daß Alles, was die Festtafel an feinen neuen Zeugen, Tüchern,Porccllan, Silbergeschirr u, s. w. enthielt, nun ein Geschenkund Eigcnthum des Jubilars war, versteht sich von selbst.