Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
116
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N6

coration hierbei kommt, mit dem Wunsche, daß Sie ihnheute anlegen und daß Sie ihn noch lange zieren mö-gen. Bleiben Sie bis an's Ende der Freund Ihres auf-richtigen Freundes/'

Um Ii) Uhr erschien der Adjutant des Königs unddie Generalität, den Jubilarius abzuholen. Sie führte ihnin ihrer Mitte in den Lustgarten, und wie erstaunte Köckeritz,als er in demselben alle Garde-Regimenter, Infanterie undCavallcrie, in ihrer Paradeuniform aufgestellt fand.

Der König erschien mit allen Jnsignien KöniglicherWürde angcthan. Er stellte den Köckeritz zu Seiner rechten,den Generalfeldmarschall zu Seiner linken Seite, trat heranund commandirte selbst, was Er selten that, die Truppen.Alle marschirtcn nun bei dem erstaunt und bewegt dastehen-den Jubelgreis vorbei und schwenkten, unter den Wirbelnder Trommeln, Posaunen und Trompeten und dem Donnerder Kanonen, vor ihm die Regimentsfahnen. Der Königverlängerte, in welcher Absicht wird gleich sichtbar werden,diese glänzende, militairische Feier.

Nach Beendigung derselben umarmte Er, mit wenigenbewegten Worten, im Angesicht aller Truppen und der hinzugeströmten Volksmassen, Seinen alten, treuen, hochgeehrtenFreund. Nachdem nun auch die Generalität und andere eingela-dene hohe Staatsbeamten ihre Glückwünsche abgestattet, sprachder König mit Freude und Liebe strahlendem Angesichte:„Nun, mein lieber Köckeritz, wollen wir Sie nach IhremHause begleiten und bei Ihnen das Jubelfrühstück einnehmen."Köckeritz war nicht verheirathet, und obgleich er anständig