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Das Alles ging aber beim Könige nicht aus Rcflectionund Jdcencombinationen hervor, wie etwas Studirtes, nein, sowar in der reichen Ausbeute eines viel geprüften Lebens SeinSinn, Sein Tact, Sein Wesen, und darum Alles an Ihmeinfach, natürlich und schmucklos. — Der Hofgärtner Fin-tclmann sagte mir, daß der König obige Worte ohne allebesondere Betonung, wie ganz gewöhnliche gesprochen habe,als wenn es sich so von selbst verstände und damit nicht an-ders sein könne und dürfe. Schnell habe Er dann dasGespräch abgebrochen und, mit der Hand über's Gesicht fah-rend, nach andern Dingen ruhig gefragt, auch späterhin die-ser verdrießlichen Sache nicht weiter mehr gedacht.
Bekanntlich war der König Seinem General-Adjutan-ten, dem General-Lieutenant von Köckeritz, mit ausgezeich-netem Wohlwollen und Vertrauen zugcthanz Er liebte ihnwie einen Freund, den Er stets gern um und bei sich hatte.Schon frühe hatte sich dieß zarte, innige Verhältniß geknüpft,wurde mit den Jahren immer fester und dauerte ungetrübtbis an's Ende. Es hatte seinen Grund in der Sympathieder Gesinnung und sein Bestehen in der wechselseitigen Auf-richtigkeit und Wahrhaftigkeit. Von Köckeritz war, ohne vorzüg-liche Talente nnd wissenschaftliche Kenntnisse zu besitzen, einstattlicher Mann, von gesundem, klaren Verstände, der allesim Leben Vorkommende von der praktischen Seite auffaßteund an den Maßstab des Gemeinnützigen legte. Von ab-stracten Theorien kein Freund, galt ihm über Alles die Er-fahrung, und von ihr und ihren Analogien geleitet, wußteer den Punkt, worauf es jedesmal ankam, richtig zu treffenund guten, anwendbaren Rath zu geben. Ohne pflegmatischzu sein, war sein ganzes Wesen doch temperirt, ruhig, ge-