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1 (1842)
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und sich angenehm zu machen. Darum finde man ihre Ge-wandtheit nur in den höheren und höchsten Ständen, womit,wie mit falschem Gelde, Einer den Andern tausche. Vor-züglich sei sie current bei Höfen und stempele die Hofes-Sitte, deren Wesen in galanten, verbindlichen, hohlen Redens-arten bestehe.

Das tiefe, deutsche Wort: Zartsinn, ist ihnen daher gleich-bedeutend mit dem französischen Worte: Delicatcssc; sie gebrau-chen es auch lieber, weil es dem Ohre so angenehm ist, wieder Zunge der Genuß dclicatcr Speisen und Getränke, undwie identisch fließen beide Begriffe zusammen, wie als wennBeides, in sich himmelweit verschieden, doch Ein und Dasselbewäre. Mit einem Worte, man nimmt diese ernste Sacheleicht; eine geistige faßt man sinnlich auf, eine sittliche klüg-lich, und an das dabei zum Grunde liegende höhere, religiöseElement, den Träger des Ganzen, denkt man selten odergar nicht.

Aus allen diesen Gründen war es nothwendig, diesenirrigen Ansichten und Urtheilen zu begegnen und zuvor denwahren Begriff, wie die tiefe, hohe Bedeutung dessen, waschristlicher Zartsinn ist, klar zu machen, um danach den desKönigs ganz zu verstehen und zu würdigen. Was ich in,Vorigen darüber, in der Lichtseite, gesagt habe, ist von Ihmselbst entlehnt und enthält Sein Bild. Kein fremder Zugist hinein gelegt und diejenigen, welchen das Glück zu Theilwurde, Ihn persönlich genau zu kennen, werden in der Charakteristik des Zartsinnes die Seinige erkannt haben. Bei-spiele aus Seinem Leben werden dieß am Besten und Ange-nehmsten klar machen, und aus den vielen, die Sein Leben