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1 (1842)
Entstehung
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Darum hat ein solcher Zartsinn etwas Hohes, im edelstenhumanen Sinne Vornehmes; es glänzt auf seiner Stirn derLichtstrahl einer sublimen Natur und er übt, ohne es zuwissen und zu wollen, in seiner Potenz eine stille Gewaltüber die Menschen. Er ist in seiner Reife die ausgebildctesteKraft und die Harmonie aller inwohnenden Kräfte; mit ei-nem Worte, er ist die in einem solchen Individuum personisi-cirte Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.Heilig ist seine Quelle, heilig der Geist, der ihn schafft undgiebt. Die bloße Intelligenz und ihre Philosophie bringtihn nicht zu Stande, die Lebcnsklugheit und ihre Erfahrungnicht zur Reife; ästhetische Cultur kann ihm die Farben undBlüthen geben, aber nicht die tiefen, gesunden Wurzeln, wor-aus seine köstlichen Früchte erwachsen.

Nur allein die umschaffende, stille, göttliche Kraft wah-rer, ächter Frömmigkeit kann ihn erzeugen; jedoch auch nurdann, wenn diese eine feste Stimmung des Gemüthes undeine dauernde Richtung des Lebens, und so zur anderen Na-tur geworden ist. Diese Frömmigkeit muß aber wieder ihrenHalt und ihre täglich sich restaurirenden Lebenskräfte inetwas Höherem und Ewigem finden, und befriedigend undganz und in reicher Fülle findet sie eS allein in dem denChristen gegebenen heiligen Urbilde der vollendeten, zur Ein-heit verschmolzenen, höchsten Kraft und höchsten Liebe. Indieser personisicirten Kraft und Liebe Cbristi erblicken wireinen Zartsinn, dessen Gang so leise war, daß er das zer-stoßene Rohr nicht zerbrach, dessen Athem sosanft, daß er den glimmenden Docht nicht aus-löschte. In der Liebe Jesu für Kinder und in der Für-bitte für seine Peiniger, wie in seinem ganzen Leben, stehet

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