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werde. Darum giebt er schnell, fröhlich, anspruchlos, herzlich,so daß es ist, als wenn er damil nicht diente, sondern ihmselbst gedient würde. Am Liebsten überrascht er, bereitet zuge-dachte Freuden lange im Stillen vor, und der rechte Zeitpunktder Erfreuung ist ihm der, wo sie gar nicht erwartet wurde,und dann doch sie so gestaltet, als wenn es damit nichtanders sein könnte, sondern als Act der Pflicht so sein müsse.
Die Gabe tritt dann allein hervor, der Geber schnellzurück, der damit nichts Sonderliches gcthan haben will.Der Zartsinn combinirt in Beachtung aller Rücksichten, umkeine zu verletzen; aber er rechnet nicht, notirt nichts, hältkein Buch, liebt aus Liebe und gedenkt des Erwiesenen nieauch nur mit einer Silbe. Er giebt cinfältiglich und rücktes Niemanden vor. Boll tiefer, reiner Empfindung, ister doch nicht empfindlich, und frei geworden von kleinlichenAffccten, stark in sich selbst, vergißt er zugefügte Kränkungenund will den Namen des Beleidigers nicht wissen. Er ver-schweigt noch mehr, als er sagt, und thut sich mehr kund inHandlungen, als in Worten; gewandte Redensarten sindihm zuwider. Die fein gezogenen Grenzen zwischen zu vielund zu wenig sieht sein klares, ruhiges Auge und es hältund trifft immer das rechte Maß. Er findet immer denrechten Augenblick, kommt nie zu früh, nie zu spät, denjedesmaligen vorliegenden passendsten Moment faßt er richtigauf und läßt ihn nicht unbenutzt verschwinden. Er verbirgtAnstrengungen, verschweigt Opfer, erspart jedes Erröthen,giebt Jedem, was ihm gebührt, und unterscheidet die Verschie-denheiten in ihren feinsten Linien. Abgcmcssenheit hält Allesin seinen Grenzen und giebt diesen angenehme Formen, sodaß Jeder auf seinem Standpunkte zufrieden ist. Er kannnie wehe, er will immer wohl thun. Durch bittere, schwere
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