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1 (1842)
Entstehung
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strebten Ruhme der geselligen, zartsinnigcn Bildung. Aberer trägt diese angelegte Maske nur so lange, als er sie brau-chen kann und ihm darum zu thun ist, darin zu gefallen; woaber solche Rücksichten aufhören, wirft man sie ab, und zeigtund giebt sich, wie man ist, äußerlich ein zartes Lamm,innerlich oft ein reißender Wolf.

Ach! wie viele Männer giebt es, namentlich in den hö-heren und höchsten Ständen, die in den dem Äergnügen ge-öffneten Sälen, umgeben von der vornehmen, reichen Welt,sich höchst liebenswürdig und angenehm zu machen wissen,und zu Hause, nun des angethanen Zwanges müde, Tyran-nen der Gattinn, der Kinder und Dienstboten sind; wie vieleFrauen, Grazien in Sitte, Anzug und Benehmen, in ihrerFamilie aber Schlangen und Furien. So rächet sich die Un-natur, so züchtiget die Lüge, so werden die Maskenträgerdurch sich selbst entlarvt!

Wie jede Tugend, so muß besonders auch der Zartsinn,wenn er nicht Grimasse, sondern Wahrheit und Natur seinsoll, bei sich selbst anfangen, und nicht von Außen hereinkommen, sondern von Innen heraus wachsen. Es bleibtewig wahr, auch im Sittlichen: Was man nicht hat, kannman nicht geben! und wer gleichwohl giebt, was nicht seinEigcnthum ist, der hat geborgt oder entwendet, und die er-borgten bunten Lappen fallen immer wieder ab und inachendie dann eintretende Blöße um so unangenehmer. Wer Ach-tung vor Anderen haben und solche durch ein zartes Verhal-ten wahr und einfach an den Tag legen will, muß zuvorvor seiner eigenen höheren, geistig-sittlichen Natur und Bestim-mung Rcspect empfunden und entwickelt haben; denn wie