Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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Guten, Gutes that: so blieb Er auch in Allein und überallder gerade, einfache', schmucklose Mann, denn, wenn Er spie-lende Kinder in ihrem Vergnügen nicht stören mochte, wennEr einen weinenden Knaben über eine zerbrochene Schüsseltröstet, und wenn Er einem armen Jungen auf der StraßeBcutelchen abkauft und ihn beschenket, oder dann, wenn ErUniversitäten stiftet, Kirchen, Schulen, Museen bauet, Millio-nen hingicbt zum Wohl Seines Volkes, und nicht müde wird,täglich aus Seinem Privatvcrmögen im Großen und Kleinenstill und unbemerkt Gutes zu thun, wahrlich! wenn es jeeinen Menschen und Regenten gegeben hat, auf den man imVollesten Sinne anwenden kann das milde, schöne Wort:Homo 8UM. mllil llumaui n me uliouum puto," sowar Er es.

Diese Milde empfing ihre Vollendung, man möchte sa-gen Verklärung, von Seinem Zartsinne.

Milde und Zartsinn sind nicht immer miteinander ver-bunden. Es giebt feste und wohlwollende, und dabei dochbiedere, schlichte, derbe Naturen, die in Allem keine Umständemachen, und in Allem kurz und gerade aus sind. Sie ge-ben gern, schnell und reichlich; aber dabei laut, haben nur dieHülfe, die Sache selbst im Auge, ohne die angenehme Formzu beachten. Sie thun auch das Gute aus reiner Liebe zumGuten und wollen keinen Dank; aber sie begleiten ihre Wohl-thatcn mit Randglossen und Ermahnungen. Sie helfen ausreinem Herzen; aber sie fügen der Hülfe Etwas bei, was dieAnnahme erschwert. Sic erheben, aber dcmüthigen zugleich,und verletzen, ohne es zu wollen, das Scham- und Ehrge-fühl. Man steht vor ihnen dankbar und getröstet; aber man