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Guten, Gutes that: so blieb Er auch in Allein und überallder gerade, einfache', schmucklose Mann, denn, wenn Er spie-lende Kinder in ihrem Vergnügen nicht stören mochte, wennEr einen weinenden Knaben über eine zerbrochene Schüsseltröstet, und wenn Er einem armen Jungen auf der StraßeBcutelchen abkauft und ihn beschenket, — oder dann, wenn ErUniversitäten stiftet, Kirchen, Schulen, Museen bauet, Millio-nen hingicbt zum Wohl Seines Volkes, und nicht müde wird,täglich aus Seinem Privatvcrmögen im Großen und Kleinenstill und unbemerkt Gutes zu thun, — wahrlich! wenn es jeeinen Menschen und Regenten gegeben hat, auf den man imVollesten Sinne anwenden kann das milde, schöne Wort:„Homo 8UM. mllil llumaui n me uliouum puto," sowar Er es.
Diese Milde empfing ihre Vollendung, man möchte sa-gen Verklärung, von Seinem Zartsinne.
Milde und Zartsinn sind nicht immer miteinander ver-bunden. Es giebt feste und wohlwollende, und dabei dochbiedere, schlichte, derbe Naturen, die in Allem keine Umständemachen, und in Allem kurz und gerade aus sind. Sie ge-ben gern, schnell und reichlich; aber dabei laut, haben nur dieHülfe, die Sache selbst im Auge, ohne die angenehme Formzu beachten. Sie thun auch das Gute aus reiner Liebe zumGuten und wollen keinen Dank; aber sie begleiten ihre Wohl-thatcn mit Randglossen und Ermahnungen. Sie helfen ausreinem Herzen; aber sie fügen der Hülfe Etwas bei, was dieAnnahme erschwert. Sic erheben, aber dcmüthigen zugleich,und verletzen, ohne es zu wollen, das Scham- und Ehrge-fühl. Man steht vor ihnen dankbar und getröstet; aber man