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sind oft das Werk der Ueberlcgung, der Klugheit, der Bera-thung, und führen nicht selten einen politischen oder morali-schen Zwang mit sich, so daß man nicht gut anders kann.Aber die kleinen Erweise der Liebe und Thcilnahme, wie ebender Zufall die Veranlassung herbeiführt in tausend geringfügi-gen, täglich vorkommenden Dingen, können allein der Nei-gung cntquillen, und geschehen gewiß nicht, wenn diese dafürnicht da ist. Darum sagen und bedeuten sie bei der sittli-chen Würdigung mehr, als große, glänzende Acte der Freige-bigkeit. Wenn man bei diesen den Umfang und die Aus-dehnung preiset, so liebt man in jenen die reine, stille Quelle,aus der sie geräuschlos entspringen, und fühlt sich angezogenund erquickt. Wer im Kleinen nicht rein und treu ist, wird Sauch im Großen nicht sein, und wer für Jenes keinen sittlichenTact hat, wird dieses gehörte Prachtstück zwar wohl spielenkönnen, aber ohne Seele. Das Saitengcwcbe in der Brustdes Menschen ist ein in sich fein verflochtenes Ganze, undda, wo es beim leisen Aeolshauche rein anklingt und von ei-nem stillen Schmcrzensblick Schwingungen empfängt, ist eszarter und vollkommener, als da, wo der laute Schrei derNoth erst die Accorde wecken muß.
In der Brust des Königs wohnte diese stille Harmonieund eine ruhige ernste Milde war der Grundton SeinerSeele. Darum ging Seine Wohltha'tigkcit nicht aus derüberlegenden Betrachtung, sondern aus Seiner natürlichenStimmung hervor. Es war Ihm so um's Herz, Er konntenicht anders. Auf Seine Licbeserweisungcn legte Er deßhalbauch nie einen besonderen Werth, es war Ihm zuwider,wenn davon gesprochen und viel Aufhebens gemacht wurde.Und weil Er, ohne alle Nebenabsichten, aus reiner Liebe zum