Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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cin:Nu», was den Gl »übe» an die Menschheitbetrifft, so läßt sich nicht viel darauf pochen; dermeinige ist entsetzlich wackelig geworden."

Das Resultat war, daß der Vorgeschlagene, als derKönig ihn predigen gehört und sowohl seine Persönlichkeit,als sein Vortrag, dem Inhalte und der Form nach, Ihmmißfallen hatte, nicht gewählt wurde.

Diese absichtlich eingeschobene Episode über die oft ängst-liche Vorsicht und das dem Könige beiwohnende Mißtrauenbeweiset klar, daß Seine Milde keine flache, natürliche Gut-muthigkeit war, die in ihrem tieferen Grunde nur sinnlicherNatur ist und schnell gicbt, um nur den unangenehmen Ein-druck los zu werden, welchen der Schmerz und der Anblickder Noth auf die Sensibilität macht. Bei hochgestelltenMenschen, die dem Glücke im Schöße sitzen, im Ucbcrflufscsich befinden und cin reiches bequemes Leben lieben, ist dieseIrritabilität sehr oft die Quelle und der erste Impuls ihrerWohlthätigkcit, und damit fehlt ihr der höhere sittliche Werth.Eine solche Tempcramcntswallung hängt von physischen Ein-flüssen ab, ist darum steten Fluctuationcn unterworfen undbewegt sich sogar in Extremen, so daß ein und derselbeMensch, je nachdem er gelaunt ist, und gut oder schlecht ver-dauet hat, das Einemal weich bis zu Thränen gerührt unddas Andcrcmal hart bis zur Unbarmherzigkcit sein kann.Solche principlose, durch äußere zufällige Umstände bedingteBeweglichkeit, sowohl in der Licht-, als in der Schattenseite,kann, wenn anhaltend schmerzhafte Erfahrungen und raschfolgende zerstörende Schicksalsschlägc eintreten, leicht sich ganzumwerfen, zur Abstumpfung führen, und eine bittere Apathiebewirken, die jedem menschlichen Mitgefühl fern bleibt.