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nicht, und konnte immer geben, weil Er für Seine Personwenig brauchte. Wenn bei der Vielseitigkeit der Bitten undAnsprüche es Ihm oft zuviel wurde und Verdrießlichkeit Ihnanwandelte, so wies Er diese schnell zurück mit dem Macht-gcbot der Ihm über Alles heiligen Religion.
Man kann nicht sagen, daß Seine Wohlthätigkeit ausdem heitern Glauben an die Menschheit entsprungensei. Die schmerzvollen, niederschlagenden Erfahrungen, dieEr namentlich in dem verhängnißvollen Jahre IlMi überdie Untreue, Falschheit, Schwäche und Pflichtvergessenhcit ge-rade solcher Menschen gemacht, denen Er Sein Vertrauengeschenkt, auf welche Er rechnete, die Er mit Ehren, Würdenund Reichthum überschüttet hatte, und die dennoch in den Stun-den der Gefahr und Noth Ihn treulos verließen, hatten SeinVertrauen zu den Menschen überhaupt geschwächt, und wenn-gleich spätere, glückliche Erfahrungen vom Gcgentheil Ihnwieder aufrichteten und erheiterten, so blieb doch von jenenein schmerzvoller Nachklang in Seiner Seele zurück, und eskann nicht gcläugnet werden, Seine Vorsicht grenzte an Miß-trauen.
Dieß Mißtrauen stand bei Ihm so im Vordergründe,daß es Ihn sogar, so lange Personen und Sachen Ihm neuund fremd waren, verschlossen, zurückhaltend, häsitirend, oftselbst scheu machte. Charakteristisch war darum der messendeBlick, mit welchem Er Menschen, die Ihm zum Erstenmalvorgestellt wurden, von der Fußsohle bis zum Scheitel an-sah, wie als wenn Er sie hätte durchschauen wollen. EheEr mit ihnen eine Unterredung über den Zweck ihrer Gegen-wart begann und sich in das einließ, was sie wollten und