Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
77
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gemeine Volkswohlfahrt zu begründen, nicht erreicht hat undnicht erreichen konnte, so schwer dürste es sein, zu bestimmen,wer im letzten Resultat mehr geschadet hat, ob ein harter,despotischer, oder ein schwacher Regent? Wenn wir denAusspruch eines Nero:Oclerint. elum metunnt" verab-scheuen, so bemitleiden wir das bequeme Wort des schwachenund milden Ludwigs: knios, uller; le

moncle vu «le lui moine;" aber Verstand und Herz jauch-zen Beifall zu dem Wahlspruche des Kaisers Titus:fiter in re et «unviter in innclo."

Fest in der Sache, milde in der Form dasist die wahre und beste Inschrift unter dem Bilde FriedrichWilhelm III. In Wahrheit, man weiß nicht, ob man mehrehren soll Seine Festigkeit, oder mehr lieben Seine Milde.Beide waren harmonisch coordinirt; die eine hielt und un-terstützte die andere. Nie war Er fest, ohne zugleich milde,nie milde, ohne dabei fest zu sein. Beide gaben Ihm Einheitund bildeten eine würdevolle Harmonie, die Ehrfurcht undVertrauen zugleich einflößte. Der König war auf den Men-schen gepfropft, und der Mensch doch auch auf den König.Beides hatte sich in Ihm idcntisicirt. Man sah nie, auch inSeinem häuslichen Privatleben, das Eine ohne das Andere;und weil Er in Allein und überall wahr und ganz war,und Nichts für einzelne abgesonderte Momente, Geschäfteund Personen angenommen hatte, was Er nachher wiederabgelegt hätte, so blieb Er sich auch stets gleich und warderselbe, das Staats-Ministerium mochte vor Ihm stehen,oder Sein Kammerdiener Ihn bedienen. Festigkeit undMilde war Sein Athem und Pulsschlag, Seine Natur, diemit den Jahren und Erfahrungen immer reifer wurde, und