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Charakter haben, und erst das ansprechende Interesse finden.Darum mußte ich widersprechen und bemerken, daß nament-lich das jährliche Krönungs- und Ordensfcst im engstenSinne und nächsten Zweck allein ein Königs fest sei. Derregierende Landesherr für Seine Person und in Seinen Ahn-herren wäre dieses Festes Mittelpunkt und Seele. Dürftedessen in Anwendung ans vorliegende Umstände, Verhältnisseund Zeitbcdürfnisse gar nicht gedacht werden, als worin dochdie nächste Aufgabe und Gedankenspitzc und ganze Pointeeiner solchen Rede liegt, und solle man sie blos und alleinin allgemeinen Gemeinplätzen halten, so würde sie in dieserFlachheit weder Interesse haben, noch Anklang finden. „Dasmüssen Sie," antwortete der König, „als Redner, der solcheschwierige Reden zu halten hat, besser wissen. Wenn Sieaber von Pointe sprechen, so muß ich Sic bitten, beim Spc-ciellen und Persönlichen nur nicht zu pointilliren, und dann,"lächelte Er mit unbeschreiblicher Anmuth, „machen Sie's beimetwaigen Lobe gnädig."
Solche Erzählungen über die schmucklose Einfachheitund Wahrhaftigkeit Seines ganzen Seins und Wesens lie-ßen sich ins Unendliche vermehren, denn sie hatte sich mitIhm identificirt und pcrsonisicirt: sie war so Seine Natur,wie Er stand und ging, wo Er auch sein, was Er auchthun und lassen mochte.
Und eben darum, weil Sein Charakter wahr war, warer auch fest. Dieses folgt aus Jenem unmittelbar und istdurch sittliche Nothwendigkeit bestimmt. Wer einmal deninneren Frieden gekostet hat, den Wahrhaftigkeit mit sichführt, der kann nicht mehr von ihr lassen. Aller Wider-
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