Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
61
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Diese Aeußerung enthielt keine Schmeichelei, sondern lmiterhistorische Wahrheit. Aber auch solche, wenn sie ein Lobaussprach, tempcrirtc der König innner, und ablehnend ant-wortete Er in Seiner schlichten, einfachen, anspruchloscnManier dem Großhcrzoge:Die Umstände habcn's so begün-stigt: unter ähnlichen würdcn's meine Vorfahren noch bessergemacht haben," und gab dann schnell dem Gespräche eineandere Richtung. Tiefer und fester auf Wahrheit und De-inuth basirt ist wohl selten der Charakter eines regierendenmächtigen Herrn gewesen, als der Seinigc. Sie war diereine Lust, in der Er athmcte; so war Er und anders konnteEr nicht sein. Darum blieb er auch, weil nichts Aufgekleb-tes, nichts Geschminktes, nichts Erborgtes um und an Ihmwar, darin immer sich gleich.

In den glorreichsten und glänzendsten Momenten Sei-nes Lebens, beim triumphirenden Einmarsch in Paris, ander Spitze Seiner tapferen, siegreichen Armee, an der Seitezweier Kaiser, bei Seinem vom Volke unijubelten Einzügein Berlin, hat auch nie ein Hauch von Selbstgefälligkeit,Eitelkeit und Egoismus Ihn angeweht; Alle, welche bei solchenGelegenheiten Ihn gesehen und beobachtet, haben nie Sclbst-crhebung an Ihm wahrgenommen: immer dasselbe grade,offene, treue, aber nie ein hochfahrendes, übcrmüthiges Auge.Tief und ganz erkannte, empfand und genoß Er das Ihnund Sein Volk hebende, glänzende Glück; aber wenn manIhm und Seiner Leitung es zuschreiben wollte, dann sprachEr in reiner Pietät:Nicht uns ; nicht uns ; Gott allein dieEhre!" Grade diese Worte hörte ich aus Seinem frohenMunde, als ich Ihm nach dem Siege bei Leipzig meinenGlückwunsch abstattete.