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gewinnt Alles im Lande einen festen Grnnd und Boden,auf welchem die gemeinsame Wohlfahrt gedeihen kann.
Mit dem scharfen Wahrheitssinne des Königs, hängtSeine Abneigung gegen Alles zusammen, was man im wei-ten und engern Sinne offene oder versteckte Schmeicheleinennen mag. Zwar hatte Er es gern, wenn man Ihn, Ge-rechtigkeit widerfahren ließ und die Reinheit Seiner Absich-ten nicht verkannte: ja es konnte Seinen Unwillen reizen,wenn Er, nach den bittern Ersahrungen im Jahre UMZzum Mißtrauen geneigt, hie und da wohl mal Mangel anAchtung und Aufmerksamkeit zu bemerken glaubte. Anhäng-lichkeit an Seine Person sah Er gerne, und gewandte, ver-bindliche Männer, die aus eine würdige, feine Art Angeneh-mes zu sagen wußten, waren Ihm nicht unlieb. Aber dieGrenzlinie war hier sehr zart in Ihm gezogen und manverstimmte Ihn und sah ein finster werdendes Gesicht, sobalddie Verbindlichkeit auch nur leise an Schmeichelei anstreifte.Ja Er war geneigt, in ihr, sobald sie die Wahrheit verletzte,sogar Ironie zu sehen, und wandte sich verächtlich weg.
Wenn, nach dem Zeugnisse der Geschichte, die Ottern-brut der feilen, servilen Schmeichler so manchen Regentengetäuscht und verdorben hat, so daß er in den Dämpfender Weihrauchswvlken das Licht der Wahrheit nicht mehrerkennen konnte und in thörichter Selbstverblcndung nichtahncte, wie er dadurch sich selbst und seinem Volke oft un-heilbar schadete, so war am Hofe Friedrich Wilhelm III.jede Schmeichelei gradczu das Mittel, es bei Ihm für immerzu verderben und Seine Gunst zu verlieren. Auch die ver-steckteste, feinste Schmeichelei, sobald ihr eine Unwahrheit