Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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Leben und hielt es mit einer Tenacität fcst, die in Hinsichtauf viele Dinge, die man längst vergessen glaubte, oft inErstaunen setzte, und dann, nach der Beschaffenheit des Ob-jects und Subjccts, welches dadurch berührt wurde, eben soangenehme, als unangenehme Reminisccnzen herbeiführte.Einmal empfangene, wohlthuendc oder widerwärtige Ein-drücke und die daraus entstandenen Urtheile, vermischten sichnicht wieder in Ihm und Sein Gedächtniß war ein HellesPanorama, dessen Bilder Er hervorrufen konnte, wie Erwollte, und die dann immer in bestimmten Umrissen vorSeinen Augen standen. Selbst Zahlen und Namen wußteEr auf das Gewisseste sogleich anzugeben, sobald Er daran eineinteressante sachliche oder persönliche Erinnerung geknüpft hatte.Entschwinden uns in des Lebens kleinen und einfachen Ver-hältnissen, namentlich mit der Zunahme der Jahre, so vieleDinge, so daß wir sie nicht mehr zu nennen wissen, so er-regt es Bewunderung, wie ein regierender Herr, dem tagtäg-lich, im buntesten und schnellsten Wechsel, die mannigfaltig-sten und verschiedenartigsten Gegenstände in steter Fluktua-tion vorübergehen, wovon man glauben sollte, daß das Einedas Andere verdrängen müsse, dennoch alles Wichtigere da-von in die Vorrathskammer Seines Gedächtnisses so aufzu-nehmen und darin zu bewahren vermochte, daß nach vielenJahren, bei jeder vorkommenden anklingenden Analogie, Eres hervorholen und benutzen und dieß schöne Vermögen bisin Sein höheres Alter conscrviren konnte. Menschen, dieEr einmal gesehen und gesprochen, kannte Er nach vielenJahren gleich beim ersten Anblick mit Namen wieder und Erknüpfte das längst Vergangene sofort an das Gegenwärtige.

Es scheint unglaublich, und doch ist es wahr, daß Er