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neu; solche kann man doch nicht ehrlos nennen. Nein, dieInschrift soll heißen:
„Mit Gott für König und Saterland."
Wie ganz anders klingt das! der große ernste Zweckund das kräftig motivirende Mittel verschmelzen sich hier zu-sammen in einem klaren, kurzen und erhebenden Satze. Undwas hat dicß einfache Wort gewirkt in den Herzen allertapferen, muthigen Vaterlandssöhnc! Es ist für immer dasSchiboleth, das Erkcnnnngs-, das Losungswort für allePreußen geworden und hallet durch das ganze Vaterland,von einer Grenze bis zur andern, wie schmetternder Trompc-tenruf. — Wohl wußte der selige Herr klar und gemüth-voll daS Herz der Zeit und Seines Volkes zu treffen. —
Der andere Fall, den ich selbst erlebt, ist folgender.Bei der Königlichen Regierung zu D. stand als NegistratorN. N. H, der seinem Berufe geschickt und treu vorstand.Als die dortige Gegend in Folge des unglücklichen Krieges18W in Französische Botmäßigkeit kam, blieb der Negistratorzwar im Amte und Gehalte: da aber die Französische Be-hörde jede vorkommende Sache, wie sie eben gegenwärtiglag, gleich von vorn herein kurz ansah und entschied, ohnedie nnte uetn zu befragen, so brauchte sie auch keine Actenmehr. Die große, viele Zimmer einnehmende, Registraturblieb unbenutzt und ihr Vorsteher hatte nichts mehr zu thun,da nie ein Actenstück von ihm gefordert wurde. Er war
Ich nenne ddn Namen des Mannes nicht, weil er und seineKinder noch leben.