Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
35
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mögen sie zu schaffen.. In dieser liebte der König darumauch Sprüchwörter, vorzüglich deutsche, an denen unsere Na-tion so reich ist.

Diese Art, zu denken, und diese Form, sich auszudrücken,kam Ihm als Regenten, bei der unendlichen Vielheit undMannigfaltigkeit der Geschaffte, sehr zu Statten. Die Reso-lution, die Er auf die täglich eingehenden Vorstellungen,Berichte und Suppliken gab, schrieb Er gewöhnlich Eigen-händig in »mrostinz; und könnte und wollte man auch nurdie vorzüglichsten Antworten, die Er während Seiner langenRegierung Selbst gab, sammeln, sie würden ein authenti-scher, schöner Beitrag zu Seiner Charakteristik sein.

In treffenden Antworten hatte Er eine bewunderungs-würdige Schlagfertigkeit und Sein l-cniz, clveil war so ge-sund, frisch und schnell, daß Er sich nie lange zu besinnenbrauchte. Mir sind davon viele Fälle bekannt; nur zweimir eben gegenwärtige will ich anführen.

Bei der Organisation der Landwehr zum großen Frei-heitskampfe hatte die vorgesetzte Behörde die energische In-schrift:Wehrlos, ehrlos!" für die Mützen der Landwehr-männer in Vorschlag gebracht. Dem Könige zur Genehmi-gung vorgelegt, antwortete Er auf der Stelle:Diese In-schrift ist zu weit, sagt zu viel und ist unbillig. Wie vieletüchtige, wackere Männer giebt es im Lande, denen ihr Al-ter, Beruf, Krankheit, Familien-Verhältnisse u. s. f. nichtgestatten, die Waffen zu führen und unmittelbar an demKampfe Thcil zu nehmen, die aber zu Hause dennoch durchihren Einfluß vielfach der guten Sache nützlich werden kön-