Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
22
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mehr tritt in demselben Seine größere Sympathie mit denUnglücklichen nnd Gebcngten, als mit den Glücklichen nndLebensfrohen, überall entschieden hervor, und von jenen maran Seiner Tafel mehr die Rede, als von diesen; und gewißnie ohne Erfolg, was man aber erst späterhin zufällig er-fuhr.

Als ich einmal nach der schönen apostolischen Stelle:Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist, und läßt sichgenügen an dein, was da ist", über den großen Segen einerheiteren Genügsamkeit für unser Berussleben in Sei-ner Gegenwart gepredigt hatte, äußerte Er mir desselben Ta-ges, an der Tafel, Seine Freude und Zufriedenheit. Langeund vortrefflich sprach Er über die verkehrten Menschen, wieEr sie nannte, die nie zufrieden wären mit dem, was sie hät-ten, und immer haben wollten, was sie nicht hätten. Dannwurde Er sarcastisch, pcrsiflirtc die rassinirtc Kochkunst, dieTraitcurs in Berlin, wo man sie fände, und setzte hinzu:Ich kann mir nichts Verächtlicheres und Lächerlicheres in die-ser Art denken, als in einem solchen Speisehausc einen Gour-mand, der an einem Tische vi« ü vi« ilu ««i müma da-sitzt und mit einer Miene von Wichtigkeit Leckerbissen ge-nießt. Aber Alles treibt in unfern Tagen nach den Gren-zen hin, Jeder will darüber hinaus; Wenige bleiben in derZufriedenheit gebenden Mitte." Alle, die Ihn persönlich ge-kannt und gehört haben, werden Ihn darin wieder erkennen,Ihn, der für Seine Person so wenig brauchte und für An-dere so viel that. Wollte und begehrte Er, ein christlicherStoiker, die Delicen nicht, so gebührt Ihm dafür der demKaiser Titus gezollte Lobspruch:^mor et ckulieine A'enovi« inunnni."