Armen in ihrer kümmerlichen Existenz vergaß; täglich nachallen Richtungen Gutes that und Wohlthatcn still und ge-räuschlos um sich her spendete. Wenn der Preußische Staat,nach schwerem und tiefem Falle, der ihn dem Untergängenahe brachte, wie geistig, so auch finanziell sich zum Erstau-nen der Welt rcstaurirt hat, und wieder allgemeinen Creditfand, so ist diese unermeßliche Wohlthat zunächst die Wir-kung und Frucht der einfachen, mäßigen Lebensweise Frie-drich Wilhelm III. Seine Maximen, wie Er sie für SeinePerson und Familie übte, gingen auf Administration desGanzen in allen Zweigen über: und wie in jeder gut gere-gelten kleinen Privathaushaltung das nothwendig Erforder-liche immer da ist, wenn das Unnöthigc, Ucbcrflüssigc, mitallen seinen wechselnden Launen und begehrlichen Zufällenvermieden und strenge zurückgewiesen wird: so verhält es sichdamit eben so im Großen, beim Staatshaushalte. Aberdiese Weisheit und Mäßigkeit, diese feste Ordnung und hei-tere Frugalität muß vom Oberhaupte vorbildlich und weckendausgehen, wenn ihre frische, gesund machende Kraft den gan-zen Staatskörper durchdringen soll. Daher kam unsereWiedergeburt; denn wie der unvergeßliche Herr ein muster-hafter Hausvater war, so war und blieb Ex auch, das Höchsteund Beste, was ein Regent sein kann, — ein fester und mil-der Vater des ganzen Vaterlands. Seine Mäßigkeit unddie damit verbundene Klarheit und Ruhe erhielt und be-wahrte Ihm jene stets rege, offene Empfänglichkeit für dieBedürfnisse und Leiden, Bitten und Wünsche Seiner Unter-thanen, und jene durch rassinirten, überreizten Sinnengenußimmer herbeigeführte Gleichgültigkeit und träge Sattheit, wieman sie an vielen hohen Herren bemerkt haben will, ist einZug, der Seinem edlen Bilde ganz und gar fremd ist. Viel-
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