Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
20
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des Lebens Vergessenden kommen und ihre Flügelschlägeschnell vorübcrrauschen, so ist diese still, ruhig und anhaltend,schließt sich milde an jede Stimmung und gicbt dem Lebendie Weihe der Liebe.

Allerdings ist bei solchen Contrasten Dieses, weil esstille und geräuschlos ist, nicht so imponircnd, als Jenes, daslaut auftritt und von sich reden macht. Ein Fürst, der esliebt, mit einem reichen, üppigen, prachtvollen Leben sich zuumgeben, und an dessen Tafeln die Freude jubelt, ist mehrein Gegenstand der Aufmerksamkeit, der Theilnahme und Lob-preisung, wenigstens aller derer, die dabei gewinnen, als einRegent, der, sei es nun aus natürlicher Neigung, oder ausPrincip, mäßig und einfach lebt und in seinem Haushaltkeine Vergeudung duldet. Mag Jenes poetisch, Dieses pro-saisch erscheinen: wer die Geschichte der regierenden Häuserund ihrer Völker kennt, wer weiß, wie jedes Ucbcrmaß dasGleichgewicht verliert und Schwankungen mit sich führt,die bei üppigen Höfen allen weiter um sich greifenden Un-ordnungen, Jntrigucn, Cabalen und Schleichwegen Thor undThür öffnen, und wie die strafenden Folgen der unvermeidli-chen, immer nachher eintretenden Erschöpfung zuletzt auf dasschuldlose Volk, oft zerschmetternd, wie in Frankreich gesche-hen, zurückstürzen: der wird einen König preisen und segnen,der Seinen Gästen nicht eher Champagner vorsetzen wollte,bis alle Seine Unterthanen wieder Bier trinken könnten; der,fern von Knickerei und Verschwendung, sich in der festenMitte der Mäßigkeit festhielt, und das Bewußtsein Seines in-nigen Zusammenhanges mit dem Volke nie verlor; Alles,was Er an unnützen Ausgaben ersparen konnte, immer fürgcmeinnützliche Zwecke verwandte; nie die Nothleidenden und