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im Gleichgewichte, und bildete die Harmonie aller SeinerKräfte, man kann sagen stcreotypisch, geistig und gemüthlichgenommen. Darum blieb Er sich auch gleich, immer in der-selben natürlichen ernsten, milden Haltung, da, wo die mei-sten Menschen, selbst die rigorosen, eine andere Färbung undStimmung anzunehmen Pflegen, beim Genüsse einer gut he-sctzten Tafel. Frei, heiter, gesprächig, unbeengt, beengte ErKeinen; und Wem war nicht wohl an Seinem gastfreienTische? Aber wenn Er aß und trank, sah man es Ihm an,daß Er aß, um zu leben, und nicht lebte, um zu essen; dennauch bei dem Einfachsten und Gewöhnlichsten war Er ebenso heiter und stillfroh, wie bei dem Seltenen und Kostbaren.So genannte Leibgerichte hatte und kannte und wollte ernicht. Als Er Seine Regierung antrat, erbat sich der Hof-marschall einen neuen Küchenzettel für die Königliche Tafel;erhielt aber die Antwort: „Ist denn mein Magen größergeworden, seit ich König bin? Soll so bleiben, wie es bisjetzt gewesen ist!" und als Er zum Erstenmal als König inden Speisesaal trat, und der Laquai beide Flügelthürcnweit öffnete, fragte Er lächelnd: „Bin ich denn auf einmalso viel breiter geworden, daß ich nicht mehr durch EineThür kommen kann?"
Von allen physischen Genüssen waren und blieben Ihmvorzüglich wcrth und unentbehrlich schöne reife Früchte undalle edlen Obstsorten. Die von Friedrich dem Großen in denUmgebungen von Lnus-scuici angelegten reichen Gewächs-,Treib- und Sonncnhäuscr ließ Er mit großer Sorgfalt er-halten, und die ihnen vorstehenden geschickten und gebildetenHofgärtner lieferten die köstlichsten, seltensten Früchte, wiesie das südliche Europa nicht besser hat. Als der König