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dem Erbauungsbuchc: Aon der Nachfolge Christi, von Tho-mas von Kcmpis'ch in der Sailerschen Uebcrsetzung, andereSchriften vermischten ernsten Inhalts. In der zweiten Etagedes Schlosses waren nur der heitere, mit schönen Gemäldengeschmückte, kleine Speisesaal und die daran stoßenden Zim-mer geöffnet. Die übrigen prachtvollen Räume blieben ver-schlossen und wurden nur bei außerordentlichen Veranlassun-gen gebraucht.
Der König erhielt sich seine kräftige, srische Gesundheitbis in's Alter, durch eine fest geregelte, einfache Lebensweise.Alles ging bei Ihm, wie nach der Uhr, in bestimmter Ord-nung den ganzen Tag durch, von der ersten Frühe bis zurletzten Abendstunde; und am Glücklichsten fühlte er sich, wenndiese gleichmäßige Ordnung nicht gestört wurde und Alles inheiterer Gleichförmigkeit sich bewegte. Diese hielt Er festbei allen Unterbrechungen und immer zwischen eintretendenUmständen und Abhaltungen, die von einem so hoch gestell-ten Leben unzertrennlich sind. Alles im Laufe des Tageswar planmäßig vertheilt und jedes Geschäft hatte seine be-stimmte Zeit bis auf die Atinute. Alles in Seiner nächstenUmgebung war darin eingeübt und Jeder wußte, Was undWann er es zu thun hatte. Wie ein regelmäßiges Uhrwerklief das combinirte Tagesgeschäst im festen und ruhigen Tacte
*) Das merkwürdige alte katholische Buch ist bekanntlich zunächstfür Ordcns-Gcistliche geschrieben. Dieß Speciclle abgerechnet,ist es in seinem kategorische» Ernst, in seinem christlichen Stoi-cismus, wie in dem biblischen absoluten Geiste, der es durch-dringt, im Allgemeinen für jeden Christen, der wahre Erbauungsucht, noch immer ein ganz vorzügliches Buch, dessen innererWerth längst anerkannt ist.