des unvergeßlichen Herrn. Das ähnlichste aus den sechzigerJahren, im aufgeknöpften Rocke, ist das von demselben Künst-ler; und das allerletzte, in welchem Er dargestellt ist, wieEr, einige Tage vor Seinem Tode, den >. Junius 1840 amFenster stehend, nach der Einweihung der Grundsteinlegungdes Friedrich II. zu errichtenden Denkmals hinschaut, erfülltmit Schmerz, und man mag es nicht sehen.
Der Ton der Stimme des Königs war weniger ange-nehm, als man nach seinem vollen, schönen, kräftigen Körperhätte annehmen und vermuthen können. Von Seinem hoch-seligen Herrn Vater Friedrich Wilhelm II. hatte Er einenNascnton, mit sonorer und etwas rauher Beimischung, wo-durch die Stimme im Anfange, wenn man sie zum erstenMal hörte, da es ihr an Klarheit und Helle gebrach, nichtgleich ganz verständlich war. Doch da es weniger daraufankommt, Wie, als Was man spricht, so verlor sich dieserungünstige Eindruck bald und trug, daran gewöhnt, zur Be-zeichnung der individuellen Eigenthümlichkeit Seiner Personwesentlich bei. Denn auch in dem Tone Seiner Stimmelag überall Wahrheit, Ausrichtigkeit, Herzlichkeit und Wohl-wollen, und sie erhielt bei steigender Lebhaftigkeit des Gesprächseine angenehme Volubilität. Am Treffendsten kann man denTon Seiner Stimme mit dem Klange eines Saiteninstru-mentes vergleichen, dem beim sonoren Grundtonc eine leiseDämpfung und ansprechende ernste, jedoch wohlthuendeSchwermut!) beiwohnet. Diejenigen, welche täglich mit demKönige umgingen, wurden bei der Verehrung und Liebe, diesie für ihn fühlten, unvermerkt, nicht blos mit dem Ge-müthe, sondern auch mit der Zunge, auf denselben Tongestimmt, und Seine Diener, die zunächst um Ihn wa-