die Feder hob und schrieb, wenn Er im lebhaften Gesprächesie rascher, aber immer graciös, bewegte, und vor Allem,wenn Er vorübergehend sie schnellhebcnd, in der Mitte sieein wenig still haltend, dann schnell sie senkend, Jeden wohl-wollend anschauend, grüßte, sichtbar. Jeder fühlte dann etwasUngewöhnliches; man blieb stehen und sah Ihn: nach. In demKönige erblickte man immer zugleich den humanen Menschen,an dem nichts angenommen Feierliches, nichts Affcctirtes,nichts Studirtes und Manicrirtes, nichts Abstoßendes, andem Alles Natur, edle Einfachheit, Wahrheit, Nuhe und an-geborene Amnuth war. In seiner Jugend schlank und .ha-ger, wurde Sein Körper vom llösten Jahre an voller undkräftiger, doch nie corpulent, und bei frischer, blühender Ge-sundheit war Er in Seinen besten Mittlern Jahren, wie derErste, so auch vielleicht der schönste Mann im Lande; einwahrer Princeps. Das wurde sichtbar und klar, wenn Ervor Seiner Garde, der ausgewählten, schönsten, frischen Blütheder Preußischen Nation, erschien. Mitten zwischen ihr stehendoder auf- und abgehend, durste auch der Fremde nicht erstfragen: Wer ist der König? Er ragte hervor, und Jedererkannte Ihn sogleich, auch in der Entfernung. Am Herrlich-sten nahm Er sich aus zu Pferde und auch das wildesteund muthigste gehorchte Ihm in den Jahren der vollen Man-neskrast. So hat Ihn sprechend ähnlich der geniale Meisterin seiner Kunst, der Professor Krüger zu Berlin, gezeichnet,in dem köstlichen Gemälde, das vor mehreren Jahren aufder Kunstausstellung in Berlin zu sehen war und nach Pe-tersburg gegangen ist. Vielfach sieht man überall das Bilddes Königs, — welcher Preuße hätte es nicht in seinemWohnzimmer? In allen ist mehr oder minder eine gewisseAehnlichkeit, in allen sieht man das offene, edle Angesicht
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