Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
XXI
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XXI

Zufall, eine günstige Fügung, ohne alles Verdienstvon seiner Seite; einem Anderen, wahrscheinlich Tüch-tigern, würde es eben so gut geworden sein. Undwarum soll ich nicht zur richtigen Würdigung des inRede stehenden Verhältnisses hier daran erinnern, daßjede Würde auch ihre Bürde hat? Jene, und ihreFarbe», sieht die Welt: aber diese und ihren Druckfühlt nur der allein, der sie zu tragen hat. Zu tra-gen, oft schwer zu tragen, hatte ich dabei allerdings.Denn, ganz abgesehen von dem Neide, der mich fort-während benagte, und den vielfachen Anfeindungen,die ich deshalb zu erdulden hatte, was jeder Begün-stigte sich nun einmal muß gefallen lassen, - so wares nicht immer leicht, bei dem oft dissicilen hochscli-gen Herrn das Rechte und Ihm Wohlgefällige, wennman seiner eigenen Ueberzeugung dabei treu bleibenwollte, zu treffen. Daß ich dieselbe stets offen undehrlich, auch im Widerspruche freimüthig an den Taglegte, führte viel Schwieriges und Unangenehmes mitsich, hat aber auch vorzüglich in der Nachwirkungdazu beigetragen, mir Sein gnädiges Vertrauen bisans Ende zu erhalten. Denn Zweideutigkeit undservile Anbequemung war Ihm in der Seele zuwider.Die Wahrheit galt Ihm über Alles und nur siewollte Er. In der Verbindung mit Ihm bestand kein