Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
107
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geachtet dann niemand so närrisch seyn würde, landewirtschaftliche Grundstücke zu cultivircn. Der Vor/schlag, aus allen vier Maaßstäbe» das Mittel zu neh/tuen , hat frcylich das für sich, daß er das Fehlerhafteverringert, und das Resultat der Wahrheit Näher bringt;a'lein dadurch wird das Fehlerhafte der Maaßstäbe selbstnicht gehoben. Ueberhaupt: das Einfachere undSicherere ist dein Verwickeltern und Unsicherer!? vor/zuziehen, und ein Maaßstab, dessen Ausmittelung aufwenigen einfachen Fundamenten beruhet, ist besser, alsvier Maaßstäbe, welche außer jenen Fundamenten nochdie Ausmittelung vieler anderer schwierigerer erfordern.

Aber wie demnächst den Maaßstab von Weiden,Wiesen, Weinbergen, Gartenland, Forstboden, vonGemeinheiten, Heyden, Brüchen w. :c, finden? Veyder zu versuchenden Ausmittelung des relgtivcn Ertragsstoßen wir auf tausend Schwierigkeiten. Hier gibt esder Weiden, der Wiesen viel, und ihr Ertrag gibt eingeringes Procent; dort, wo ihrer wenig sind, ein hohes. Wiesen sollen in Frankreich nach ihrem Hcuertraggeschätzt werden; aber dieser ist nach den eintretendenJahrzeiten bald höher, bald geringer; bald verdirbt dereine oder andere Schnitt durch die Witterung; in ei/ner Gegend werden die Wiesen nach einem vcrnünfttigen Herkommen gedüngt, und sie geben, des schlech/lern Bodens ungeachtet, einen höheren Eltrag, in ei/ner andern überläßt man sie herkömmlich lediglich der