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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
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Unter den Carolmgern,

Eben so gieng in allen Diöcesen; nian niuste ausMangel den Capitularen die Einkünfte der ^rchipresb.und staroclaurnin zulegen, und ihnen überlassen, einencuraruna darauf zu halten.

§. 8.

(i) Wiho I. 804.

Der erste Bisthof hieß Wiho; er soll ein Friese vonGeburt, und aus der damals berühmten Schule zu Ustrechtgewesen seyn u), wiewohl andere ihn für einen Englanderhalten. Von dieser Nation, wovon auch viele zu Uetrechtden Wissenschaften oblagen, und deren Sprache mit deraltsachsischen besser als die altfränkische übereinstimmte, ka-men damals viele große Leute nach Deutschland; und vonden Friesen viele zu den ersten sächsischen Bsschofthümern;eine Folge jener berühmten Schule. Er kann sein Amtim Jahr 78z angetreten haben b>), und ein Jünger Bern-hards gewesen seyn c). Seiner wird zuerst (8c>z) nach demFrieden zwischen den Franken und Sachsen gedacht cl) undsein Tod am sichersten ins Jahr 809 geseht e). UnsereKirche verehre ihn jetzt als einen Heiligen st), eine Ehre,die er aus mehr als einer Ursache verdient haben mag, daer in den langwierigen sachsischen Kriegen viele Trübsaleerlitten, und bey unsern annoch rohen Vorfahren dieschwerste Arbeit gehabt haben muß. Die Wahl Carls istein sicherer Bürge für seine Verdienste, von welcher Art Z)solche auch immer gewesen seyn mögen.

a) S. O. Ich in äitst. äs äiplomats O. bst. §, 2g. Z) 56.und czx.vi>KA in oriA, Och. L. 1;. p. Z77. wo dasHzro und cnntra hierüber vorgetragen wird. Der Na»nie Wiho ist bey den Friesen gebräuchlich S. 8vrr«,iii.r Lw ir vtii äs ori^. brist. U. ist c. iL>. ^>. 22Z.

b) S.