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auf Papier geschrieben. Der Einband ist von Pergament, und der Titel aufdemselben lateinisch.
Dattenberg ist eine Filialkirche von Lin^ eben so wie Olenberg: des-halb werden alle Kinder zu Linz getaust; die Auewcchung der Wöchnerinnen aber,und die Trauungen geschehen zu Dattenberg selbst. Ersteres finde ich wegen derZärtlichkeit eines neugebohrnen Kindes, vorzüglich im Winter unschicklich, undsollte also, als ein Mißbrauch abgeschaft werden.
Zu Dattenberg ist ein altes verfallenes Schloß mit einem Thurme, wel-ches ehedem die Herren von Frens besessen haben, das nun aber der Familie vonBornheim gehöret. Der gemeine Mann lebt hier, wie in allen diesen Gegenden,bloß von Weinbau, aber er steht bcy weitem nicht so gut dabey, als der Bauerin Fruchtlandern: denn, da er sich das Brod und Milch, Butter, Käse und dasGemüse ausgenommen, alle Notwendigkeiten des Lebens für baares Geld kaufenmuß: so kann man sich, wenn weniger und saurer Wein wachst, seinen Jammerkaum vorstellen, und er müßte wirklich in schlechten Weinsahren verhungern, wenndie Eigenthümer und andere wohlthätige Leute den Pachtern und andern nicht baa-res Geld vorschüßt.
Um wieder auf den Unkelstein zu kommen, fiel mir ein, daß man densel-ben und seine Nachbarn zum BeHufe der Schiffarth zerstören, und dem Bodengleich machen könnte: allein jeder man sagt, sie wären eine natürliche Eisbreche,und im Falle sie zerstöret würden, wäre ganz Oberwinter in Gefahr wsgge-schwemmet zu werten: weshalb der Kurfürst von Pfalz jene Zerstörung nie zu-geben würde. Wie viel Wahres und Falsches in dieser Sage liege, kann ichnicht entscheiden, weil ich von der Lage der Sache nicht genug unterrichtet bin.
Eine Stunde nordostwarts LinZ/ liegt das Cistercienser-NonnenklosterKatharinen/ das zur Abtei) Hemrode gehöret, woraus es auch einen Probsthat. Im Jahre 12 z 8, den 11 ten May gab die Gräfin Mechtildis von SaiN/die Erlaubnis'es zu bauen, und zugleich demselben die sreye Jagdgerechtigksit,damit ihr, wie die Urkunde sagt, durch das frommen Gebet der Nonnen bepGott geholfen werde. Aus eben dieser Urkunde erhellet, daß dieses Kloster damalsMich, und daß Herr Gerhard von Rennenberg sein Stifter war. Der Stif-tungsbrief, (vom Jahre 1257. aus Pfingstag), ist einer der vortheilhaftesten, dieman sich denken kann, und zeuget sowohl von den grossen Bedungen der damali-gcn Edelleute, als von ihrem Aberglauben injenem finstecn Zeiten. Gerhard vonRenneberg m.d seine Gemahlin Benedikta hatten sechs Töchter, Benedikta/