Druckschrift 
[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
31
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Der heiligen Helena gegossenes Bild in Lebensgröße, welches in derKirche stehet, wird von Kennern geschätzt.

Noch ist hier zu bemerken, daß man den sogennten Münsterplatz der-mal zu einem angenehmen Spaziergange einrichte, und Sinnes seo, den hohenKirchthurm, worein schon sehr oft der Bliz, und erst wieder im vorletzten Som-mer eingeschlagen hat, mit einem Ableiter zu versehen. Kommt letzteres zuStande: so bleibt dem Kapitel die Ehre, zuerst im ganzen Erzstiste Köln dieVorurtheile gegen Franklins wohlthätige Erfindung abgelegt zu haben.

Das Poppelödorfer Schloß bcy Bonn.

s Erläuterung zu der vierten Kupertafelss

Auch ein Denkmal des Reichthums und der Baukunst des hochseligen Kur-^ surften Clemens August!

Zwar hat bey jenem Dorfe bereits vor Jahrhunderten ein Lustschloßgestanden, das verschiedenen Kurfürsten zur Residenz gedienet: aber, Lustschlös-ser von der Art, wie sie Clemens August verlangte, und auch bauen kdnnte,halten seine Vorfahren nicht.

Prächtig kann man nun eben nicht sagen, daß jener Bau je»: beywei tem nicht so prächtig und weitläuftig, als die Anlagen zu Bonn, Brülu.d.gl. doch giedt der blosse Anblick des Aeussern schon, daß er es genug fürein Lustschloß sey, das kaum ein paar hundert Schritte von der eigentlichenResidenz ablieget.

Dieses letztern Umstandes halber wunderte sich Bjornstähl/ daß esvom Hofe so wenig besucht werde: ablw zuverläßig liegt der Grundhievon eben in jenem Umstände. Clemens August schlief alle Nackt darinn,und hielt sich auch sonst vielfältig da auf. Max Friedrich gefiel es besser inseiner Residenz, wo er seinen Geschäften, und dem Mittelpunkt des Kreises seinerliebenden Unterchanen näher ist. -»

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