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serochentlicher Liebhaber der französischen Lektüre, und hat hier eine kleine artigeBibliothek angelegt. Er ist in seiner Jugend durch Teutschland, Frankreich undItalien gereiset, und nun schon über 50 Jahr alt.
Die Pfarrkirche zu Linz ist alt und gut gebauet. Man findet in denMuttergotteschor ein Denkmahl der ehemaligen Herren von Renneberg/ die eineStunde von Linz nordostwärts ein festes Schloß hatten, wovon man die Ruinennoch sieht. Das Denkmal bestehet in einem vorne stumpfen Reitstiefel mit ei-nem Sporn und einem Degen, worauf die Jahrzahl 1 ssz stehet mit der Auf-schrift: ?zristis et pro Oeo et patrio vel pro patria et reli'Zione, denn das ei-gentliche ist mir abgefallen.
Auf dem Markt ist eine Kapelle, die einen daselbst ehedem gestandenenNonnenkloster zugehöret hat, das nun in eine andere Gegend der Stadt verlegtist. Die Einwohner treiben ihren Handel unter den jenseits des Rheines wohnen-den Menschen, in den umliegenden Flecken und Dörfern und in dem Westerwalds.Alle Mittwoche ist Markttag, der von den Westerwaldern vorzüglich besucht wird.Linz wimmelt von Handwerkern, vorzüglich aber von Beckern. Die Lebens-mittel sind ziemlich wohlfeil. Auch hat dasselbe zwei) Aerzte, deren einer Land-physikus ist, und vier Apotheken, wovon ohne allen Zweifel drev übersiüßig sind;denn eine nimmt der andern die Nahrung, und folglich müssen sich in diejenigen,die weniger besucht werden, schlechte und verlegene Arznepen, zum größten Nach-theile der Kranken, befinden.
Den 27ten October machte ich von Linz aus einen Spaziergangauf das benachbarte Dattenberg. Hier findet man reiche Bafaltsteinbrüche, al-lein diese Basalte find von ganz anderer Art, als die kinkelcr, und die von Minder-berge. Ich habe weiche von 18 Fuß gesehen: aber sie find erst durch Glieder un-terbrochen. Die meisten dieser Glieder sind nur 2 und , Fuß lang; die längstenStücke haben z Fuß: auch sind die Säulen meistens in der Mitte perpendiku-lar gespalten. Sie haben nicht die blaue Farbe des ächten harten Basalts, nochdessen Härte, sondern sie sind aschfarbig, und lassen sich leicht in Stücke brechen.Meistens haben sie nur s Ecken, doch auch viele viere. Der Durchmesser istverschieden: sie stehen alle perpentikular, doch etwas schief. Man findet sie einegrosse Strecke weit auf einem Berge hinterhalb der Kirche. Ein Bauer machtebep dieser Gelegenheit ein wiziges Wortspiel: „Wir sind steinreich, sagte er, aberSeidarm. „ Der Pastor zeigte uns ein altes Kirchenbuch, worinnen die Einkünf-te der Pfarre verzeichnet sind. Es ist deutsch im Jahre 14s8 in Oktavsormat
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