Bild des Nero gerade so, wie Sueton es beschreibt, mit der etwas verlo-schenen Umschrift: Imp. idlero Lgelsi- Auf der Reverse steht cinKeotautmit der Umschrift Zocuritas kdei xubliLae.
In Remagen ist auch eine reformirte Gemeinde, und ihr damaligerPrediger, Herr Daniel Züblin, ein Mann, der wegen seiner Gelehrsamkeit/seiner Tugend, seines Fleisses, seiner Leutseligkeit und seiner artigen Lebensartdie Achtung und Liebe aller Edcln verdienet. Er unterrichtet die Jugend in den. altern und neuern Sprachen, und in den Wissenschaften auf eine unermüdeteArt, und die von ihm gebildeten jungen Leute machen seinem Unterricht wahre Ehre.
Gegen Remagen über an dem rechten Nheinufer liegt der kurkölnische Fle-ken, Erpel/ der ziemlich artige Hauser hat, und gleich oberhalb demselben die söge»nannte ErpelwBei/ ein sehr hoher, aus Basalt bestehender Felsen, an dessenFusse ein kostbarer und berühmrer Wein wachst. Eine halbe Stunde oberhalbErpel erblickt man auf einem Berge ein verfallenes Schloß mit einem dazuge-hörigen Dorfe: es heißt Ockenfels. Eine Viertelstunde weiter liegt Linz.
Linz ist ein, aus einer schiefen, allmahlig steigenden Flache, zwischenzwei) Bergen ganz unregelmäßig gebauctes, kurkölnisches Zollstädtchen, das einGymnasium, ein Kapuciner- und ein Nonnenkloster hat; auch ein kurfürstlichesSchloß, das zwar alt ist, doch nach dem Rheine zu schöne Zimmer hat. Dielangst jenem Flusse gelegenen Hauser der Zollbeamten sind auch ansehnlich.
Bey Olenberg, einem anderthalb Stunden von Linz nordwärts lie-genden Dorfe ist der Minderberg/ der einen Basalsteindruch hat. Zu Dat-tenberg, einem eine halbe Stunde davon entlegenen Dorfe ist ein eben solcher.Die Mauern von Unkel, Remagen, Erpel und Linz sind daraus gebauet: al-lein, seiner Härte und Festigkeit ungeachtet, sieht man auf der Heerstrasse nachRemagen, daß in die Gränzstcine von den Schissseilen der Schiffe, die durchPftrde stromaufgezogen werden, tiefe Furchen geschnitten sind.
Eine Viertelstunde ostwärts hinter Linz liegt bey dem Dörfchen Sterndie sogenannte Max Friederichshütte; eine Eisenschmelz, die der Herr Hofkam-merrath Bennerscheid im Jahr 1768. erbauet, aber dermalen nicht mehr ge-trieben wird. Ihre Lage ist in einem ausserordentlich romantischen, mit hohenGebürgen nach Osten und Norden umgränzten Thale, woraus man aber nachWesten die schönste Aussicht über den Rhein hat. Das Wohnhaus, die Schmel-ze, das Verwalters Haus, die Ställe, der Platz und die Gärten zeugen vonden Kenntnissen und dem guten Geschmack ihres Urhebers. Derselbe ist ein
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