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[1. Heft] (1784)
Entstehung
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einen grossen, andere einen kleinen Durchmesser. Unter den dicht am Boden ab-gebrochenen, sind einige so artig und so fest aneinander gefügt, daß es die Handdes geschicktesten Künstler kaum besser gekannt hatte. Freylich hat der ewigeMerkmeister hierdurch die unbeschreibliche Ordnung, Regelmäßigkeit und Weis-heit in den Werken der Natur offenbaret. Der Rhein war sehr seicht, welcherUmstand mir die Anstellung dieser Beobachtungen sehr erleichterte.

Von diesem Bruche führt der Weg auf Remagen, eine ehemaligeromische Kolonienstätte. D-esen Weg legten die Romer unter den KäufernMarc Aurel und Lucius Berus an; Graf Goldstein ließ ihn auf Befehl desKurfürsten Karl Theodor wieder herstellen, ohne daß das Land im mindesten da-durch wäre belastiget worden: denn die Arbeiter wurden bezahlt. >Die Felsen-wande des Berges, die aus einem ziemlich festen grauen Steine bestehen, scheinenvon den Nomern mit unsäglicher Mühe so bearbeitet worden zu seun, daß sie nunhorizontal sind. In dieser Felsenwand findet man ein paar ziemlich Host) ange-brachte, in einer Vertiefung stehende, heilige Statuen. Ferner sind am Fussedes Felsens drey alte römische Säulenstücke angebracht. - Aus einer ist eine un-verstandliche Inschrift: auf die Mittlern hat man die Worte eingegraben: Kuilcraaiwiquiratis Komanae hoc loco inuenta. Die artige Pyramide, welche dasDatum der Herstellung dieser Strasse enthalt, stehet in der Mitte derselben.

Kurz vor Remagen liegt der Apollinarisberg. Es ist dieser eine,der Abtey Siegburg gehörige Probstey. Der Tempel ist wegen dem, in Kopfund Gehirnkrankheicen wunderwirkensollenden Haupte des heil. Apollinaris be-rühmt, und wird daher von andächtigen Pilgern und Proceßionen fleißig besucht,und sehr reichlich beschenkt. Die Lage des Ortes ist besonders angenehm , undderselbe schickte sich vorrreflicb zum Lustfchlvsse eines Fürsten.

Remagen ist eine Poststatwn, aber der Flecken hat, seitdem er von denFranzosen abgeorannt worden, wenig Ansehen. Die einzige Strasse, die er hat,ist aus guten und schlechten steinernen und leimernen Häusern zusammengesetzt;das Rathhaus aber gut gebauct und sehr alt. Man finbet hier ungemein vielerömische Münzen, wovon die meisten aus Kupfer, einige aus Silber, andere ausHalbsilbcr sind. Ich haoe kupferne von beyden Antoniern ; eine silberne von Do-mitian u.s.w. gesehen, und ich selbst besitze davon eine vom Germanicns Casar,die ,hn im Tnumpl'wagen vorstellet, als er, nach seiner Aobermung aus Teutsch-land, auf Tibers Befehl de Triumph hielt; eine von Valens und eine drittehöchstseltene von Nero. Diese ist von Kupfer ziemlich groj), und enthält das

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