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[1. Heft] (1784)
Entstehung
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vermischet. Eben bey diesem Helsterbach ist ein Berg, den man den Limberguennr, und wo auch Basaltsteine gebrochen werden. Die Heistcrbacher Kir-6,e ist aus Ducksteinen gebauet: Nun sagt man, die Mönche hatten einen ver»borgencn Ducksteinbruch, den sie aus verschiedenen Ursachen nicht anzeigten.Ich halte dieses aber für eine Fabel, und glaube, daß die Ducksteine aus derGegend von Tönnisstem dahin, eben so wie nach Köln und andere Orte, ge-bracht worden seyu.

Heisterbach ist ein anmuthiges Dhal hinter den ^7 Bergen, wo sichdie Mönche Cifterienftr-Ordens, welche im Jahre 1188 'Erzbischof Philippvon Heinsberg aus dem Kloster Hemmenrode nahm, und auf den Srvm-nun Petersberg/ pflanzte, nach vier Jahren angebauet haben. In der Kirche-rechter Hand des Chores, vom Eingänge an zu rechnen, sieht man drey lang-lichte Horizontelle Grabsteine: auf dem linken steht: ^nno Domini iziz. ckmlanusrii od'ir nodilis vir lolwnnos Dominus in Dr^cbenksl^, ouius animaregnresLnr in paco. Der mittlere hat folgende Aufschrift: ^Lnno Dominiizzo. 6is Maü obiit nodilis vir skenriLus Dominus in Dracdenkel^, cu-jus animn reguiesLJt in pace. Auf diesen beyden Grabsteinen findet mandas Familienwappen der Verstorbenen, einen geflügelten Drachen, Der drittehat gar keine Ausschrift, sondern nur den Drachen, und scheint viel älter als diebeyden andern zu seyn.

Diese Kirche ist ein altes Gebäude in gothischem Geschmacke, dasPflaster aber neu, und erst vor ungefähr 7c) Jahren erbauet. Das merk-würdigste in jener ist ein Gemälde, das die Kreuzigung des Apostels Peter vor-stellet, und an welchem die Theile des menschlichen Körpers überaus genau ge-zeichnet sind. Ferner ist da eine Geburt Christi, wegen der richtigen Darstel-lung der Leidenschaften schätzbar. Der hohe Altar ist prächtig: hinter demsel-ben bilden sechs Säulen einen Halbzirkel, Im Sommer-Refektorium, dasim Winter zur Orangerie dienet, sieht man die Porträte aller Prälaten, diedem Gotteshause von jeher vorgestanden Haben. Doch sind darunter nur olMgefähr acht U'stücke, die übrigen waren vom Zahne der Zeit beinahe gefres-sen : Ein Mahler sollte sie kopiren; aber er machte neue Porträte, und nahmdie Gesichter dazu, wie mir ein Mönch versicherte, von den Bauern aus demMarkte. In dem Kreuzgange, der noch der erste Bau zu ftyn scheint, ist einschöner, zum Gebrauche bequemer Springbrunnen mit einem geräumigen Lucken,in gorhischem Geschmacke merkwürdig. Das Kapitelhaus ruhet aus zwo runden