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[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
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Den Grund zu dem Schlosse legte Joseph Clemens/ der unmittel-bare Vorfahr und Oheim des Kursürstcns Clemens August; dieser aber voll-führte es eigentlich, und setzte es in den Stano, in weichem wir es sonst schwer-lich erblicken würden.

Merkwürdig dabei) sind besonders die Garten, sowohl überhaupt ihrerAnlage wegen, als auch durch die, in denselben befindlichen ungewöhnlichen ho-hen Hecken, und Springbrunnen, Bokagen u.d. gl. Ware es damals Modegewesen, chinesische oder sogenannte englische Garten anzulegen: so glaube ich,hätte man hier die Stelle zu einem gewahlet, weil man schwerlich irgend beyeinem andern Lustschlosse von der Natur st viel dazu vorgearbeitet gesunden ha»den dörfte, als um Poppelsdorf.

Im Schlosse selbst weichet nichts dem Grotten- oder Muschelsale/den ein merkwürdiger, noch in Bonn lebender Mann, ohne Beyhüfie eines an-dern, angelegt und ausgesühret hat, und zwar in einer Zeit von sieben Jahren,wovon man doch etwa ein Jahr für die Reisen, welche er mitunter zumEinkaufe der Materialien nach Holland machte, eingehen lassen muß.

Dieser Mann heißt Peter Lapvrterie ; ist gebohrcn zu Bourdeaux;legte den Grund zu seiner Kunst, unter Anleitung eines nicht unbekannten Schü-lers von Lavage/mit Namen Raymond; und ist nunfivalt und schwach, daßer das Bett nickt mehr verlassen kann. Ausser jenem Werke ist von ihm eineGrotte zu Wilhelmsthal/ eine zu Neuwied und die artige Kreuzkappelle vorFalkenlust oey Brül.

Auch hat dieser Künstler eine Komposition, die harter und schöner alsMarmor ist; sowie einer Kitt, das Holz an Gebäuden und Schissen vor demWurmfrasse zu bewahren erfunden. Aber auch er ist ein Beisspicl, daß Reich-thum und Ehre nicht immer Begleiter des Verdienstes seyn, und daß das Glückgewöhnlich dem Stümper mehr als dem Genie lache. So viel ist gewiß,daß der Mann Ansprüche auf ein ruhigeres Alter, als er nun lebt, hatte:wiewohl ihn die Gnade seines Fürsten vor dem Verhungern/ wovon Biörn-stahl spricht, bewahret.

Was das Dorf Poppelsdorf betrift: so giebt es kölnische Topogra-phen, welche dessen Namen und Ursprung, von einem gewissen römischen Kriegs,

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