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[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
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Was das kkoroloZmm ?lanetsrum betrift, wovon unser Grundriß bei)der neunten Säule dieser nämlichen Seite Meldung thut; so ist dasselbe seitetwa zwanzig und mehr Jahren nicht mehr vorhanden. Der gemeine Mannnannte es den Umlaufet, und soll dasselbe, che es verdarb, immer ein sauberesund merkwürdiges Stück Arbeit gewesen seyn: indem es nicht nur, wenn mangewisse Käfer in Bewegung setzte, ein ordentliches Concert hervorbrachte, sondernauch unser ganzes Sonnensystem in seiner natürlichen Bewegung vorstellte, undnur alle Jahre einmal aufgezogen werden durfte. Wir haben keine Gelegenheitgehabt, dieß mechanische Kunststück selbst zu betrachten, und haben uns aus denErkundigungen, so wir darüber einzuziehen uns Mühe gegeben haben, wenig überdas Eigentliche der Arbeit, über das Alter oder den Meister des Werkes,nicht einmal, ob obiges System jenes des Kopernikus ^), woraus sich dann et-wa ein Schluß auf das Alterthum desselben machen ließ, gewesen fco, belehrenkönnen. Daß unser obiger Grundriß dieses kkorowZü pwnstarum erwähnet,könnte nur dann wahrscheinlich machen, daß dasselbe nicht jünger als jener selbstsey, wenn erst erwiesen wäre, daß keine neuere Hand diese und die andern Wor-te hingeschrieben hätte.

Die Sakristey oder Garkammer/ wie man sie da nennet, und dielhinterhalb derselben gelegene sogenannte güldene Kammer, verdienen des Scha-zes halber, den diese Kirche darinn an Paramemen und Kirchenzierrathcn aufbe-wahret, besehen zu werden.

Die Kapelle, welcher die Aufbewahrung der heiligen Leiber zugedachtwar, sollte nach dem Plane des Gründero in die Mitte der Kirche zu stehen kom-men: allein, da weder dieser, noch ein anderer seiner Folger den Bau zu Endebrachte; so blieb auch hier ein gutes Theil des prächtigen Grundrisses unauö-geführet.

Erz«

1260 geschehen war, und baß Anno 1Z74. die Absonderung der probsteylichen und ka«pitularischcn Gütern vorgenommen worden sey.

*) Ein einsichtsvoller Freund schrieb uns hierüber in folgenden Ausdrucken:von dem kl0.rologw plunernrum oder Umlaufen, wie es die Kinder nannten, können sie annch«men, daß es gewiß nicht KopcrmkS Weltbau vorgestellct habe. Wo will man inKöln, wenigstens in vorigen Zeiten, viel Kcnntniß von Kopernik, und zwar solche Lieb«Ungskcnntniß gehabt haben, daß man sein System in eine Kirche, sein Ketzerisches Sy-stem in eine so heilige Kirche aufgestellet haben sollte? War's ein Planetarium , sowar's die alte barbarische ptolomäische Weltordnung, daraus ist sich zu verlasse»!