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Und dieser Umstand war, wer sollte es glauben? der Namen, den sichdieses Köln/ trutz dem steten Widerspruche der Mailänder, zumachen gewußt
hatte, ,/daß es nämlich die Leiber der drey Weisen aus Mor-genland besaue.//
Die Legende ist ohngefahr diese: Als im Jahre 1162. Kaiser Friedrichder Rothbart die Stadt Mailand eingenommen und verwüstet, hat er diedaselbst vorgefundenen Kirchenschätze und Heiligthümer unter die, Key der Armeegestandenen, Reichssürsten vertheilet. Unter diesen war des Kaisers Kanzler,der kölnische Erzdischof Reinald von Dasselt/ der für seine, bey dieser Gele-genheit sowohl, als oft vorher geleisteten treuen Dienste, die Leiber der siebenmachabaischen Brüder und ihrer Mutter Salome/ wie auch jene der hei-ligen Märtyrer Felir und Nabor/ und des heiligen Bischvfes Apollinarisvon Ravenna, nebst noch andern Kostbarkeiten erhielt. Nun hatten die Mai-lander, kurz vor der Belagerung, die Kirche zum h. Eustorgius vor der Stadt,wo in einer daranstossenden, von diesem h. Bischöfe erbaueten Kapelle zum heil.Stephan die Leiber der drei) Weisen aus Morgenland/ seit dem JahreZ24. geruhet hatten, zerstöret, und diesen Schatz, auf Veranstaltung ihres da-maliges Erzbischofes Ubertus Pirovanus/ in die Stadt gebracht, und da-selbst in dem Glockenthurme der Stiftskirche zu Sc. (^orglo al ?gl-,Zio verbor-gen. Erzbifchof Reinald war klug genug, die Sache zu entdecken, und denglücklichen Fund, gegen den, gleich bey der Uebergabe der Stadt vom Kaiser er-nannten Gouverneur Heinrich/ Bischof von Lüttig, und verschiedene andereReichsfürsten, denen die Zähne danach wässerten, für sich zu behaupten; fortdenselben in eigener Person bis Remagen (einem alten, an dem linken Rhein«ufer oberhalb Bonn gelegenen Flecken) zu bringen, wo ihn Philipp VONHeinsberg/ damaliger Domprobst und Statthalter und nachheriger Erzbifchofvon Köln in Empfang genommen und glücklich an Ort und Stelle gebracht hat.
Es ist hier der Ort nicht zu untersuchen, was eigentlich an dieser Ge-schichte sey: genug, daß der Glaube, welchen dieselbe in altern Zeiten erhielt, nichtnur, wie die angezogene Kölnische Chronik sich ausdrückt, verursachte,„daß aus allen Landen ein so grosses und mächtiges Gut einkam, daß dasselbeweder Maaß noch Ziel hatte, und der täglich anwachsende Schatz überschweng-lich groß war, also daß die Kölnische Kirche dadurch zu ewigen Tagen ge-bessert