Letzte Gedichte.
37.
Für eine Grille — keckes Wagen! —Hab' ich das Leben eingesetzt,
Und nnn das Spiel verloren jetzt,
Mein Herz, dn darfst dich nicht beklagen.
Die Sachsen sagen: „MinschenwillcIst Minschen-Himmelrhk" — Ich gabDas Leben hin, jedoch ich Hab'verwirklicht meines Herzens Grille!
Die Seligkeit, die ich empfnndenDarob, war nnr von kurzer Frist:
Doch wer von Wonne trnnken ist,Der rechnet nicht nach eitel Standen.
Wo Seligkeit, ist Ewigkeit;
Hier lodern alle LiebesflammenIn eine einz'ge Glnt zusammen,
Hier giebt es weder Raum noch Zeit.
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38.
Mittelalterliche RoheitWeicht dem Aufschwung schöner Künste:Instrument moderner BildungIst vorzüglich das Klavier.
Auch die Eisenbahnen wirkenHeilsam aufs Familienleben,
Sintemal sie uns erleichternDie Entfernung von der Sippschaft.
Wie bedanr' ich, daß die DarreMeines Riickgratmarks mich hindert,Lange Zeit noch zu verweilenIn dergleichen Fortschrittswelt I
39.
Es gab den Dolch in deine HandEin böser Dämon in der bösen Stunde —Ich weiß nicht, wie der Dämon hieß —Ich weiß nur, daß vergiftet war die Wunde.
In stillen Nächten denk' ich oft,
Du solltest mal dem Schattenreich entsteigen,Und lösen alle Rätsel nurlind mich von deiner Unschuld überzeugen.
Hcittc's Werte. III. Bd. j?